Sprüche über Geld
760 Sprüche — Seite 2
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Leere Versprechungen sind das Falschgeld, mit dem Anerkennung erkauft und Verachtung erworben wird.
— Else Pannek
Es ist gleich, ob du Geld hast oder nicht; wenn du kein Geld hast, hast du unrecht.
Keine Festung ist so stark, dass Geld sie nicht einnehmen kann.
— Marcus Tullius Cicero
Achte auf die Hände derer, die sich freuen, dich kennenzulernen. Vielleicht haben sie sie schon in deinen Taschen.
Es gibt Leute, die gut zahlen, die schlecht zahlen, Leute, die prompt zahlen, die nie zahlen, Leute, die schleppend zahlen, die bar zahlen, abzahlen, draufzahlen, heimzahlen – nur Leute, die gern …
— Georg Christoph Lichtenberg
Je mehr Vergnügen du an deiner Arbeit hast, desto besser wird sie bezahlt.
— Mark Twain
Ein weiser Mensch hat das Geld im Kopf, aber nicht im Herzen
— Jonathan Swift
Ein Bekannter ist jemand, den wir gut genug kennen, um ihn anzupumpen, aber nicht gut genug, um ihm etwas zu leihen.
— Ambrose Bierce
Die Einkommensteuer hat mehr Menschen zu Lügnern gemacht als der Teufel.
— William Penn Adair Rogers
Es ist seltsam, wie wenig ein Mensch braucht, um glücklich zu sein - und noch seltsamer, dass einem gerade das Wenige fehlt
Viele Menschen verachten den Reichtum, aber wenige sind stark genug, darauf zu verzichten
— François de la Rochefoucauld
Schmutzige Arbeit, blankes Geld.
Was der Vater erspart, vertut der Sohn.
Geld erklärt den Text und die Glosse.
Geld will einen guten Vormund haben.
Was soll Geld, das nicht wandert durch die Welt?
Es gibt nur einen Weg zum Glück und der bedeutet, aufzuhören mit der Sorge um Dinge, die jenseits unseres Einflussvermögens liegen.
— Epiktet
Dem wachsenden Geld folgt die Sorge.
— Horaz
Man muss des Geldes Herr, nicht Diener sein!
— Seneca
Antiquitäten sind Sachen von gestern nach dem Geschmack von heute zu den Preisen von morgen.
— Joseph Pulitzer