Sprüche über Geld
760 Sprüche — Seite 30
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Ein ersparter Pfennig ist zweimal verdient.
Wer den Pfennig nicht achtet, wird keines Gulden Herr.
Mit dem Pfennig fängt man an zu spielen.
Ein ungerechter Pfennig frißt zehn andere.
Böser Pfennig kommt allzeit wieder.
Es ist ein böser Pfennig, der einen Gulden schadet.
Es ist ein guter Pfennig, der einen Gulden erspart.
Mancher sucht einen Pfennig und verbrennt ein Dreierlicht.
Pfennigsalbe schmiert wohl zu Hofe.
Wenn der Pfennig läutet, läuft jedermann zur Kirche.
E i n Pfennig klingt nicht.
Ein guter Hausvater muss drei Pfennige haben: einen Ehrenpfennig,Zehrpfennig und Notpfennig.
An einem Pfennig sieht man, wie ein Gulden gemünzt ist.
Kommt die Hure ins Herz, so kommt sie auch in den Säckel.
Reich wird man nicht durch das, was man verdient, sondern durch das, was man nicht ausgibt.
— Henry Ford
Ach, mein liebes Geld. Mein liebes Geld, mein bester Freund! Man hat dich mir gestohlen. Meine Stütze habe ich verloren, mein Trost und meine Freude.
— Jean-Baptiste Molière
Manche Leute verstehen unter einem stillen Teilhaber einen Mann, der keinen Krach schlägt, wenn er Geld verliert.
— Henry Ford
Zuviel ist bitter, und wenn es lauter Honig wäre.
Schönheit ist wie eine Leibrente; wenn die Schönheit stirbt, so hört die Zahlung auf, und sie stirbt immer jung
— August von Kotzebue
Nur wer im Wohlstand lebt, schimpft auf ihn.
— Ludwig Marcuse