Sprüche über Geld
760 Sprüche — Seite 3
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Man muss des Geldes Herr, nicht Diener sein!
— Seneca
Der Geist denkt, das Geld lenkt.
— Oswald Spengler
Antiquitäten sind Sachen von gestern nach dem Geschmack von heute zu den Preisen von morgen.
— Joseph Pulitzer
Nur der Unbegabte stiehlt, der Kluge macht Geldgeschäfte.
— Kurt Tucholsky
Jeder Glaube, der dem Geld oder der Macht dient, nimmt Schaden an seiner Seele.
— Stefan Zweig
Werbung is der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzen, bis er genügend Geld ausgegeben hat.
— Ambrose Bierce
Ich hab etwas gegen Millionäre - aber wenn ich die Chance hätte, einer zu werden, könnte ich für nichts garantieren.
— Mark Twain
Der Vorteil des Alters liegt darin, dass man die Dinge nicht mehr begehrt, die man sich früher aus Geldmangel nicht leisten konnte
Möge Gott deinen Lebensunterhalt nicht verringern und auch die Gesellschaft deiner Freunde nicht.
Mancher, der einem andern Dienste erwiesen hat, ist sogleich bei der Hand, sie ihm in Rechnung zu stellen.
— Mark Aurel
Geld ist nichts. Aber viel Geld, das ist schon etwas anderes
— George Bernard Shaw
Geld, das stumm ist, macht recht, was krumm ist.
Das Geld gleicht dem Seewasser. Je mehr davon getrunken wird, desto durstiger wird man
— Arthur Schopenhauer
Reich ist, wer keine Schulden hat, glücklich, wer ohne Krankheit lebt.
Man wird in der Regel keinen Freund dadurch verlieren, dass man ihm ein Darlehn abschlägt, aber sehr leicht dadurch, dass man es ihm gibt
— Arthur Schopenhauer
Geld regiert die Welt.
Wohlstand ist, wenn man mit Geld, das man nicht hat, Dinge kauft, die man nicht braucht, um damit Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Reichtum besteht nicht im Besitz von Vermögen, sondern in der Anwendung, die man davon zu machen versteht.
— Napoleon
In der einen Hälfte des Lebens opfern wir die Gesundheit, um Geld zu erwerben, in der anderen opfern wir Geld, um die Gesundheit wieder zu erlangen. Und während dieser Zeit gehen Gesundheit und …
— Voltaire
Kein Besitz macht Freude, wenn der Freund fehlt.
— Seneca