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Sprüche über Geld

760 Sprüche — Seite 16

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Arbeit und Sparen macht reiche Knechte.

  2. Das ist die undankbare Stellung des Vaters in der Familie. Aller Versorger, aller Feind.

    August Strindberg

  3. Hast du Glück im Spiel, hast du Geld für die Liebe

  4. Mit Geld kannst du die Götter bewegen, ohne Geld nicht einen Mann.

  5. Geld allein setzt die ganze Welt in Bewegung

    Publius Syrus

  6. Die Zeit ist ein so kostbares Gut, dass man sie nicht einmal für Geld kaufen kann

  7. Sieht ein Amtsdiener Geld, gleicht er einer Fliege, die Blut gerochen hat.

  8. Das Geld ist der größte Fluch der Menschheit.

    Sophokles

  9. Leicht kommt man an das Bildermalen, doch schwer an Leute, die's bezahlen.

    Wilhelm Busch

  10. Wo Geld vorangeht, da stehn alle Wege offen.

  11. Die Phönizier haben das Geld erfunden. Warum bloß so wenig?!

    Johann Nepomuk Nestroy

  12. Es ist einerlei, wie groß der Künstler ist. Mit der Zeit werden sie doch ein zum Mechanismus gewordener Spieler, der Musik verkauft, um damit Geld zu verdienen.

    John Knittel

  13. Geld heißt soviel wie: geprägte Willensfreiheit. Es ist daher für den Menschen, der dieser völlig beraubt ist, von zehnfachem Wert.

    Fjodor M. Dostojewski

  14. Trägheit will gern langsam sein, Armut holt sie bald auch ein.

  15. Der Preis ist der Wert plus eines angemessenen Aufschlages für den durch die Forderung aufgetretenen Gewissensverschleiß

    Ambrose Bierce

  16. Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.

  17. Wenn Sie einen Dollar in Ihr Unternehmen stecken wollen, so müssen Sie einen zweiten bereithalten, um das bekanntzugeben

    Henry Ford

  18. Dieselbe Gabe, die einem Mann befähigt Millionen zu erwerben, hindern ihn, sie zu genießen.

    Antoine de Rivarol

  19. Sparen, das ist die goldene Mitte zwischen Geiz und Verschwendung

    Theodor Heuss

  20. Einer hat's, der andere hat's gehabt, der Dritte hätte es gern.