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Sprüche über Geld

707 Sprüche — Seite 6

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Geld fährt auf hohen Schlitten, Armut muss zu Fuße gehn.

  2. Geld ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr.

    Henry George Bohn

  3. Es hängt kein Geldsack hundert Jahr vor der Tür, aber auch kein Bettelsack.

  4. Selbst im Fall einer Revolution würden die Deutschen sich nur Steuerfreiheit, nie Gedankenfreiheit zu erkämpfen suchen.

    Christian Friedrich Hebbel

  5. Eines Arbeiters Lohn kommt zur Tür herein und verschwindet im Kamin.

  6. Ein andrer halt' auf Geld und Gut; ich liebe Kunst und freien Mut.

    Simon Dach

  7. Ein gutes Leben hat nur selten einen Menschen ruiniert. Was den Menschen ruiniert, glaubt mir, sind die dummen Geschäfte.

    Carl Fürstenberg

  8. Jeder Dummkopf mag zu Geld kommen, aber um es zu behalten, braucht es einen klugen Mann

  9. Geld gleicht dem Dünger, der wertlos ist, wenn man ihn nicht ausbreitet

    Francis Bacon

  10. In Gestalt der Demokratie hatte das Geld triumphiert, es gab eine Zeit, wo es allein oder fast allein Politik machte.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  11. Wenn ich ein wenig Geld bekomme, kaufe ich mir davon Bücher. Wenn dann noch etwas übrig ist, kaufe ich mir Essen und Kleidung.

    Erasmus von Rotterdam

  12. Das Leben gleicht einer Stunde; vertraue daher nie auf die Länge Deiner Jahre und denke daran: Nach dem Tode zählen nur die Taten eines Menschen, nicht mehr sein Geld.

  13. Zeit ist Geld und Geld ist Macht. Doch keiner auf der Welt, das sei stets bedacht, hat’s mit Geld und Macht jemals zu mehr Zeit gebracht.

    Josef Bordat

  14. Herzlichkeit ist die kleine Münze der Liebe

    Vinzenz von Paul

  15. Es muss ein Defekt sein, in Geldwert zu denken, wenn die Währung Leben heißt.

    Else Pannek

  16. Wer an einem Tag reich werden will, wird in einem Jahr gehängt werden

    Leonardo da Vinci

  17. Kommt den Bürgern nie das Gefühl, dass Staat, Geld, Arbeit, Religion, Regierung, Ersparnisse, Wirtschaft keinen Pfifferling wert sind, wenn sie nicht die Mittel zu einem großen Endzweck sind?

    John Knittel

  18. Wer vorher nicht reich gewesen, dem tut die Arbeit nicht wehe.

  19. Kein Staat kann seinen Bürgern mehr geben, als er ihnen vorher abgenommen hat.

    Ludwig Erhard

  20. Endlich weiß ich, was den Menschen vom Tier unterscheidet: Geldsorgen.

    Jules Renard