Sprüche über Geld
760 Sprüche — Seite 17
Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.
Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.
Arme haben die Kinder, Reiche die Rinder.
Alte Knaben haben genauso ihr Spielzeug wie die Jungen: der Unterschied liegt lediglich im Preis
— Benjamin Franklin
Die Phönizier haben das Geld erfunden. Warum bloß so wenig?!
— Johann Nepomuk Nestroy
Es gibt so viele Dinge, die man nicht mit Geld bezahlt, wohl aber mit einem Lächeln, einer Aufmerksamkeit, einem "Danke"
Eine Gemeinde kann ihr Geld nicht besser anlegen, als indem sie Geld in Babys steckt.
— Winston Churchill
Geld ist eine neue Form der Sklaverei.
— Leo Tolstoi
Unvermutet, wie zumeist, kommt die Tante zugereist. Herzlich hat man sie geküßt, weil sie sehr vermöglich ist.
— Wilhelm Busch
Ein kluger Mann lebt weder geistig noch finanziell über seine Verhältnisse.
— Philip Chesterfield
Das Leben besteht aus vielen kleinen Münzen, und wer sie aufzuheben versteht, hat ein Vermögen.
— Jean Anouilh
Vergiss nie, dass Kredit auch Geld ist.
— Benjamin Franklin
Wer nicht auf Bargeld sieht, ist kein rechter Händler.
Das Geld zu rechter Zeit veracht, hat manchem großen Nutz gebracht.
Sparsamkeit ist die Lieblingsregel aller halb lebendigen Menschen.
— Henry Ford
Der Ärzte Fehler werden mit Erde verdeckt, und die der Reichen mit Geld
Der Reingewinn ist der Teil der Bilanz, den der Vorstand beim besten Willen nicht mehr vor den Aktionären verstecken kann.
— Carl Fürstenberg
Die Arbeit auf dem Rücken trägt den Lohn, wie man zu sagen pflegt.
Jeder Arbeiter ist seines Lohnes wert.
Der Geizhals tut niemandenm etwas Gutes, aber behandelt sich selbst am schlechtesten
— Publius Syrus
Nicht auf seine Leut' aufpassen, heisst, den Geldsack offen lassen.
Das Verhängnis unserer Kultur ist, dass sie sich materiell viel stärker entwickelt hat als geistig.
— Albert Schweitzer