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Sprüche über Geld

760 Sprüche — Seite 33

Kaum etwas ordnet den Alltag so nüchtern und beeinflusst zugleich so stark die Vorstellungen von Freiheit, Sicherheit und Ansehen wie Geld. Es erleichtert vieles, ersetzt aber weder Sinn noch Charakter und wird gerade dadurch zu einem aufschlussreichen Maßstab menschlicher Wünsche. Deshalb ist dieses Thema stets auch ein moralisches.

Seine Ambivalenz zeigt sich darin, dass es nützen und verführen, schützen und entstellen kann. Die Sprüche zu diesem Thema fragen nach Maß, Wert und Abhängigkeit und erinnern daran, dass Reichtum ohne innere Ordnung oft ärmer wirkt als Bescheidenheit mit klarem Blick für das Wesentliche.

  1. Wer die Augen nicht auftut, muss den Beutel auftun.

  2. Es ist hart, was Besseres riechen und was Schlechteres kriegen.

  3. Wer sein Bett verkauft, muss auf dem Stroh liegen.

  4. Geht es an die Steuer zum gemeinen Nutzen, so sucht jedermann den Bettelmantel hervor.

  5. Wer nichts im Beutel hat, muss mit der Haut zahlen.

  6. Wenn der große Beutel kommt, so verwirft man den kleinen.

  7. So geht es in der Welt, der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld.

  8. Es ist keinem zu verdenken, der bezahlt sein will.

  9. Wer nicht kann blechen der lasse das Zechen.

  10. Wer borgt ohne Bürgen und Pfand, dem sitzt ein Wurm im Verstand.

  11. Wer will verderben, der borge Geld und kaufe Erben.

  12. Was du mit Gelde nicht bezahlen kannst, bezahle wenigstens mit Dank.

  13. Alte Diener, Hund und Pferd sind bei Hof in gleichem Wert.

  14. Leichter ein Dorf vertan als ein Haus erworben

  15. Der ist recht edel in der Welt, der Tugend liebt und nicht das Geld

  16. Ein Edelstein gilt so viel, als ein reicher Narr dafür geben will

  17. Ehrlich macht reich, aber langsam geht's her.

  18. Wer sein eigner Herr kann sein, geh' keinen Dienst bei Herren ein.

  19. E i n Pfennig in der Sparbüchse macht mehr Gerassel, als wenn sie voll wäre

  20. Das beste Einkommen ist Redlichkeit