824 Sprüche — Seite 10
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?
Das Tröpflein wird das Meer, wenn es ins Meer gekommen, die Seele Gott, wenn sie in Gott aufgenommen.
— Angelus Silesius
Die Stärke unserer Überzeugung ist kein Beweis für ihre Richtigkeit
— John Locke
Das Vaterunser lehrt uns, nur für das Brot des heutigen Tages zu bitten.
— Andrew Carnegie
Alle eure Sorgen werft auf ihn, denn er sorgt für euch!
Die Schrift hat Stellen genug, um alle Stände zu trösten und alle Stände zu erschrecken.
— Blaise Pascal
Alles, was in den Geboten Gottes dir schwer scheint, wird leicht und voll Wonne, wenn du die Liebe hast.
— Antonius von Padua
Die Mönche verneigen sich nicht vor dem Abt, sondern vor seinen Schüsseln.
Mensch, denkst Du Gott zu schauen, dort oder hier auf Erden, so muss dein Herz zuvor ein reiner Spiegel werden.
— Angelus Silesius
Ein einziger dankbarer Gedanke gen Himmel ist das vollkommenste Gebet!
— Gotthold Ephraim Lessing
Ich aber weiß, was wenige Menschen glauben, dass wahre Freundschaft zarter ist als Liebe.
— Platon
Wir brauchen keinen großen Glauben, nur einen Glauben an einen großen Herrn
— James Hudson Taylor
Der einzige ihm angemessene Ort, den Gott auf Erden findet, ist eine reine Seele
— Christian Friedrich Wilhelm Jacobs
Kommt der Geist eines Menschen vor zeitlichen Sorgen nicht zur Ruhe, so kann er Gott nicht näher kommen.
— Antonius von Padua
Der tröstende Gedanke aber bleibt fort und fort, dass Gott auch widrige und schmerzliche Schicksale nur aus Liebe sendet, um unsere Gesinnungen zu läutern.
— Wilhelm von Humboldt
Gott ist der, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann
— Anselm von Canterbury
Die menschliche Existenz ohne den Glauben an Gott für erträglich zu halten, beruht auf Gedankenlosigkeit.
— Richard Rothe
Ein Glaube, der nicht froh macht, ist des Glaubens nicht wert.
— Else Pannek
Ein Mann glaubt nur das, was er sieht, riecht oder anfasst. Eine Frau glaubt nur das, was sie empfindet.
— Auguste Renoir
Wer Wein verlangt, der keltre reife Trauben. Wer Wunder hofft, der stärke seinen Glauben.
— Johann Wolfgang von Goethe