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Sprüche über Glauben

868 Sprüche — Seite 18

Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.

Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.

  1. Nicht glücklich ist, wer nicht glücklich zu sein glaubt.

    — Publius Syrus

  2. Angst kann die Hoffnung aussperren. Der Glaube kann die Tür wieder öffnen.

  3. Ohne Gottheit gibt es für den Menschen weder Zweck, noch Hoffnung, nur eine zitternde Zukunft, ein ewiges Bangen vor jeder Dunkelheit.

    — Jean Paul

  4. Ist es nicht so, dass die Menschen aus Gewohnheit abergläubisch und aus Instinkt Schurken sind?

    — Theodor Fontane

  5. Unsere Heimat aber ist der Himmel!

  6. Greise glauben alles. Männer bezweifeln alles. Junge wissen alles

    — Oscar Wilde

  7. Dem Tyrannen steht es wohl an, religiöse Ergebung zu predigen, und die, denen er auf Erden kein Plätzchen verstatten will, an den Himmel zu verweisen.

    — Johann Gottlieb Fichte

  8. Wie nutzlos, durch dieses Leben zu wandern, wär's nicht die Brücke zu einem andern

    — Friedrich von Bodenstedt

  9. Weil die Ingenieure glauben ihre Technik sei perfekt, muss halt manchmal ein Mensch versagen.

  10. Das Leid ist die Feuerprobe des Christentums.

    — Adolph Kolping

  11. Die Geistlichen sollen bei ihrer Bibel bleiben.

  12. Die Arznei macht kranke, die Mathematik traurige und die Theologie sündhafte Leute.

    — Martin Luther

  13. Man sollte nicht ängstlich fragen: Was wird und kann noch kommen, sondern sagen: "Ich bin gespannt, was Gott jetzt noch mit mir vorhat".

    — Selma Lagerlöf

  14. Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

  15. Ich bin doch nicht der erste Mensch, der zu sterben hat auf dieser Erde.

    — Epiktet

  16. Ohne die jenseitige Welt ist die diesseitige Welt ein trostloses Rätsel.

    — August Strindberg

  17. Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiter zu wandeln

    — Christian Morgenstern

  18. Gott, inbrünstig möcht ich beten, doch der Erde Bilder treten immer zwischen dich und mich.

    — Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff

  19. Unser himmlischer Vater nimmt uns nie etwas fort, um uns arm zu machen.

    — James Hudson Taylor

  20. Ganz sicher sein heißt sich laut irren.

    — Ambrose Bierce