Sprüche über Glauben
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Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Beten heißt seine ganze Existenz auf Gott konzentrieren
— Ferdinand Ebner
Gott wird als Du oder Ich erlebt, je nachdem, wo das Bewusstseinszentrum ruht; doch wer ihn als Ich erlebt, erlebt ihn tiefer
— Graf Hermann Keyserling
Ist die Religion auch nur eine naive illusorische Weltanschauung, so ist sie doch eine Weltanschauung, durch die alle Dinge in einem höheren Zusammenhang betrachtet werden.
— Helene von Druskowitz
Gott dienen mit beständ'gem Sinn ist aller Weisheit Anbeginn.
— Bernhard Freidank
Wie groß auch eine Missetat, Gott dennoch größre Gnade hat.
— Bernhard Freidank
Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn.
— Christian Dietrich Grabbe
Nie war ich überzeugter als heute, dass nur die Freiheit und die Religion in einer gemeinsamen Bemühung die Menschen aus dem Sumpf herausziehen können, in den die Demokratie sie stößt, sobald eine die …
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Nur Gott kann ohne Gefahr allmächtig sein.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Der unbedingte Unglaube im Punkte der Religion widerspricht dem natürlichen Gefühl des Menschen und versetzt seine Seele in einen trostlosen Zustand.
— Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville
Nicht nur: "er hat vollendet" sollte man einem Dahingeschiedenen nachrufen, sondern hinzufügen: "und ist vollendet!"
— Theodor Toeche-Mittler
Wer an die Unsterblichkeit glaubt, muss auch an das Näherliegende, an die Fortentwicklung der Menschheit hienieden zum Guten glauben.
— Theodor Toeche-Mittler
Kein Gebet bleibt ohne Antwort.
— Heinrich Lhotzky
Religionen sind die Friedhöfe des Geistes. Man kann nicht den Lebendigen bei den Toten suchen.
— Heinrich Lhotzky
Gott verlangt ja von keinem Menschen, dass er Unbewiesenes glaubt. Aber die göttlichen Beweise sind keine Denkergebnisse, sondern Geschichte und Wirklichkeit des Erlebens.
— Heinrich Lhotzky
Je unabhängiger wir von den Menschen werden, desto abhängiger werden wir von Gott.
— Paul Olaf Bodding
Alles, auch das Unscheinbarste, nehmen wir in seinen Wirkungen mit hinüber in die andere Welt. Es ist ein unerbittlicher Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung in bezug auf Diesseits und Jenseits.
— Paul Olaf Bodding
Der Mensch wird schöpferisch in Verbindung mit Gott.
— Paul Olaf Bodding
Weil Gott unser Vater ist, missfällt ihm nichts so sehr wie der Mangel an Vertrauen.
— Joseph Benedikt Marzellin Champagnat
Gottes Arbeit auf Gottes Art getan, wird es niemals an Gottes Unterstützung mangeln.
— James Hudson Taylor
Gott ist handelnde Liebe.
— James Hudson Taylor