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Sprüche über Glauben

868 Sprüche — Seite 41

Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.

Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.

  1. Beten heißt seine ganze Existenz auf Gott konzentrieren

    Ferdinand Ebner

  2. Gott wird als Du oder Ich erlebt, je nachdem, wo das Bewusstseinszentrum ruht; doch wer ihn als Ich erlebt, erlebt ihn tiefer

    Graf Hermann Keyserling

  3. Ist die Religion auch nur eine naive illusorische Weltanschauung, so ist sie doch eine Weltanschauung, durch die alle Dinge in einem höheren Zusammenhang betrachtet werden.

    Helene von Druskowitz

  4. Gott dienen mit beständ'gem Sinn ist aller Weisheit Anbeginn.

    Bernhard Freidank

  5. Wie groß auch eine Missetat, Gott dennoch größre Gnade hat.

    Bernhard Freidank

  6. Ein halber Christ ist ein ganzer Unsinn.

    Christian Dietrich Grabbe

  7. Nie war ich überzeugter als heute, dass nur die Freiheit und die Religion in einer gemeinsamen Bemühung die Menschen aus dem Sumpf herausziehen können, in den die Demokratie sie stößt, sobald eine die …

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  8. Nur Gott kann ohne Gefahr allmächtig sein.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  9. Der unbedingte Unglaube im Punkte der Religion widerspricht dem natürlichen Gefühl des Menschen und versetzt seine Seele in einen trostlosen Zustand.

    Charles Alexis Henri Clérel de Tocqueville

  10. Nicht nur: "er hat vollendet" sollte man einem Dahingeschiedenen nachrufen, sondern hinzufügen: "und ist vollendet!"

    Theodor Toeche-Mittler

  11. Wer an die Unsterblichkeit glaubt, muss auch an das Näherliegende, an die Fortentwicklung der Menschheit hienieden zum Guten glauben.

    Theodor Toeche-Mittler

  12. Kein Gebet bleibt ohne Antwort.

    Heinrich Lhotzky

  13. Religionen sind die Friedhöfe des Geistes. Man kann nicht den Lebendigen bei den Toten suchen.

    Heinrich Lhotzky

  14. Gott verlangt ja von keinem Menschen, dass er Unbewiesenes glaubt. Aber die göttlichen Beweise sind keine Denkergebnisse, sondern Geschichte und Wirklichkeit des Erlebens.

    Heinrich Lhotzky

  15. Je unabhängiger wir von den Menschen werden, desto abhängiger werden wir von Gott.

    Paul Olaf Bodding

  16. Alles, auch das Unscheinbarste, nehmen wir in seinen Wirkungen mit hinüber in die andere Welt. Es ist ein unerbittlicher Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung in bezug auf Diesseits und Jenseits.

    Paul Olaf Bodding

  17. Der Mensch wird schöpferisch in Verbindung mit Gott.

    Paul Olaf Bodding

  18. Weil Gott unser Vater ist, missfällt ihm nichts so sehr wie der Mangel an Vertrauen.

    Joseph Benedikt Marzellin Champagnat

  19. Gottes Arbeit auf Gottes Art getan, wird es niemals an Gottes Unterstützung mangeln.

    James Hudson Taylor

  20. Gott ist handelnde Liebe.

    James Hudson Taylor