Sprüche über Glauben
868 Sprüche — Seite 20
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Der Kluge sieht das Gemeinsame in den verschiedenen Religionen, der Dummkopf die Unterschiede.
Nur ja nicht die Gelegenheit versäumt, nur ja nicht zaghaft Gottes Werke beschaut! Sein mächtiger Arm kann und wird alle Wege ebnen, Hilfe spenden wunderbar.
— Adolph Kolping
Wer glaubt, ist entbunden. Wer nicht glaubt, ist gebunden.
— Ulrich Zwingli
Wenn du ein Kind siehst, hast du Gott auf frischer Tat ertappt
— Martin Luther
Die Sterne sind nur der Vater deines Schicksals. Die Mutter ist deine eigene Seele
— Johannes Kepler
Klein ist der Mensch, der Vergängliches sucht, groß aber, wer das Ewige im Sinn hat.
— Antonius von Padua
Ich denke, wenn ich einmal ein ernster Christ werde, dann werde ich mich am meisten darüber schämen, dass ich dies nicht früher geworden bin, sondern erst alles andere habe versuchen wollen.
— Sören Kierkegaard
Die Zeit, in der man alles den Menschen durch Worte - seien es theologische oder fromme Worte - sagen könnte, ist vorüber; ebenso die Zeit der Innerlichkeit und des Gewissens und das heißt eben di …
— Dietrich Bonhoeffer
Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein.
Lass dir dein Glauben von niemanden rauben. Lass dir dein Lieben von keinem trüben. Halte stets offen dein Herze dem Hoffen.
Ich weiß nicht, wohin Gott mich führt, aber ich weiß, dass er mich führt.
— Gorch Fock
Wer an das Glück glaubt, der hat Glück.
— Christian Friedrich Hebbel
Die Naturwissenschaft braucht der Mensch zum Erkennen, den Glauben zum Handeln.
— Max Planck
Wie die Mutter sich freut, wenn sie das erste Lächeln ihres Kindes bemerkt, so freut sich Gott jedesmal, wenn er vom Himmel sieht, daß ein Sünder sich vor ihm aus vollem Herzen zum Gebet beugt.
— Fjodor M. Dostojewski
Es gibt zwei Arten von Christen: Den Nachfolger Jesu, und dann die billigere Ausgabe davon, den Bewunderer Jesu.
— Sören Kierkegaard
Der Tod ist das Tor zum Leben.
Im Licht des Glaubens bin ich stark, standhaft und beharrlich. Im Licht des Glaubens hoffe ich. Das läßt mich nicht schwach werden auf meinem Lebensweg.
— Katharina von Siena
Üb' immer Treu und Redlichkeit bis an dein kühles Grab, und weiche keinen Finger breit von Gottes Wegen ab!
— Ludwig Christoph Heinrich Hölty
Wir müssen die religiösen Gefühle des anderen respektieren - aber nur in der gleichen Art, wie wir seine Ansicht respektieren, dass seine Frau schön und seine Kinder wohlerzogen sind.
— H. L. Mencken
Wie gutes Tagwerk frommen Schlummer bringt, so rechtes Leben einen fröhlichen Tod.
— Leonardo da Vinci