824 Sprüche — Seite 11
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm
Der tröstende Gedanke aber bleibt fort und fort, dass Gott auch widrige und schmerzliche Schicksale nur aus Liebe sendet, um unsere Gesinnungen zu läutern.
— Wilhelm von Humboldt
Gott ist der, worüber hinaus nichts Größeres gedacht werden kann
— Anselm von Canterbury
Bei Gott ist kein Ding unmöglich.
Wo immer Gott ein Gebetshaus errichtet, baut der Teufel eine Kapelle; und bei genauerem Hinsehen wird sich herausstellen, dass Letzterer die größere Gemeinde hat.
— Daniel Defoe
Ich fürchte den Tod nicht; was ich in Gottes Auge gelte, weiß ich; ich bin ein armer Sünder, nur das Verdienst meines Erlösers wird mir die ewige Seligkeit erwerben.
— Heinrich Friedrich Karl vom Stein
Fanatismus ist das Paradies für eine Sekte.
— John Keats
Der Glaube ist das Wissen, dass es Meer geben muss, wenn man einen Bach sieht.
Die Hoffnung ist die Blüte des Wunsches, der Glaube die Frucht der Gewissheit.
— Honoré de Balzac
Ein Mensch ist seiner Beschaffenheit nach ein religiöses Tier.
— Edmund Burke
Nur Gott, dem Vaterlande und meinem Gewissen will ich verantwortlich sein
— Paul von Beneckendorff und Hindenburg
Das einzige, was Gott davon abhält, noch eine Sintflut zu senden, ist die Tatsache, dass die erste nutzlos war
— Nicolas Chamfort
Das Beste ist doch das Letzte im Leben, denn dafür wird alles gemacht. In Gottes Hand ist unsere Zeit.
— Robert Browning
Man muss wenigsten soviel Zeit aufwenden, Gott für seine Wohltaten zu danken, als man gebraucht hat, ihn darum zu bitten.
— Vinzenz von Paul
Es ist nur eine wahre Religion, aber es kann vielerlei Arten des Glaubens geben.
— Immanuel Kant
Wider Gottes Gewalt kann keiner.
Will's Gott, wer wendet's?
Großer Gott, lass meine Seele zur Reife kommen, ehe sie geerntet wird
— Selma Lagerlöf
Schöne heilige Gedanken denken, Heiligenleben schildern, das alles wiegt es nicht auf, einer Frage, einer Bitte liebevoll Antwort zu geben.
— Theresia von Lisieux
Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft.
— John Locke