824 Sprüche — Seite 7
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Die Sprüche dazu zeigen, wie eng Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit miteinander verbunden sind und warum Glaube oft dort beginnt, wo Kontrolle endet.
Jeder von uns ist ein Gott. Jeder von uns ist allwissend. Wir müssen lediglich unser Bewusstsein öffnen, um unserer eigenen Weisheit zu lauschen.
— Buddha
Christentum vererbt sich nicht.
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein. Wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht.
Der Satan hat keinen tödlicheren Pfeil, um das Herz damit zu verwunden, als dass er versucht, unsere Hoffnung dadurch zu vertreiben, dass er Gottes Verheißungen lächerlich macht
— Johannes Calvin
Die Hoffnung ist nichts anders als die Erwartung der Dinge, die nach der Überzeugung des Glaubens von Gott wahrhaftig verheißen sind
— Johannes Calvin
Christus läßt wohl sinken, aber nicht ertrinken.
Wie übel wären wir dran, wenn unsere Hoffnung auf Menschen ruhte.
— Adolph Kolping
Ist doch der Glaube nur das Gefühl der Eintracht mit dir selbst
— Franz Grillparzer
Liebe Deine Geschichte, denn sie ist der Weg, den GOTT mit Dir gegangen ist.
— Leo Tolstoi
Ich wünsch dir einen breiten Weg und ganz wenig Steine nur.
Das Erste in der Liebe ist der Sinn füreinander und das Höchste der Glaube aneinander.
— Friedrich von Schlegel
Glaube kann nie geboten werden, so wenig als Liebe. Er muss freiwillig und aus eigenem Triebe sein.
— Johann Christian Friedrich Hölderlin
Kurz Gebet, tiefe Andacht.
Man kann wissen, dass man nicht alles glauben soll, doch sollte man nicht glauben, dass man alles wissen kann.
— Josef Bordat
Gott befiehlt uns bloß, die Netze auszuwerfen, nicht aber, Fische zu fangen, weil er es ist, der sie ins Netz gehen lässt
— Vinzenz von Paul
Im Glück erheb dich nicht, im Unglück verzage nicht, denn Gott ist ein Mann, der Glück und Unglück wenden kann.
Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: In dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.
— Arthur Schopenhauer
Die Kirche Roms hat durch die Einführung des Weihnachtsfestes das Christentum gerettet.
— Paul de Lagarde
Wir leben nicht, um zu glauben, sondern um zu lernen
— Dalai Lama
Am Dasein Gottes können nur blasierte Toren zweifeln
— Werner von Siemens