824 Sprüche — Seite 46
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Die Sprüche dazu zeigen, wie eng Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit miteinander verbunden sind und warum Glaube oft dort beginnt, wo Kontrolle endet.
Die Welt ist Gottes lebendiges Abbild
— Tommaso Campanella
Die Ehe ist so heilig, dass es kaum ein Volk gibt, bei dem sich nicht um ihretwillen die bürgerliche Gemeinde zugleich zur kirchlichen gestaltete, die den höheren Segen für sie herbeiruft.
— Friedrich Christoph Dahlmann
Ich weiß nicht, was für einen Christen schwieriger ist – richtig zu leben oder richtig zu sterben.
— Daniel Defoe
Noch hat keiner Gott erflogen, der vor Gottes Teufeln flüchtet.
— Richard Fedor Leopold Dehmel
Sterben ist eine wilde Nacht und ein neuer Weg.
— Emily Elizabeth Dickinson
Natürlich - ich habe gebetet - und hat Gott das gekümmert?
— Emily Elizabeth Dickinson
Man sagt, dass Gott überall ist, aber immer denken wir an ihn als an ein etwas Entferntes.
— Emily Elizabeth Dickinson
Es gehört viel zur Haushaltung, aber noch mehr zur Frömmigkeit
Ein Stein ist auch fromm, doch stößt man sich übel daran
Die wahre Frömmigkeit ist demütig und bescheiden.
— Adolph Kolping
Gott grüßt manchen, könnt' er ihm nur danken.
Hat mir's Gott beschert, so nimmt mir's St. Peter nicht.
Wem Gott wohl will, dem will St. Peter nicht übel.
Wenn Gott will, so grünt ein Besenstiel.
Es geschieht doch, was Gott will.
Alles steht in Gottes Hand.
Gott hat mehr, denn er je gab.
Niemand steigt in Gottes Kanzlei.
Gott rechnet anders als der Mensch.
Gott kommt langsam, aber wohl.