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Sprüche über Glauben

868 Sprüche — Seite 9

Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.

Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.

  1. Es kennzeichnet den Unerfahrenen, dass er nicht an glückliche Zufälle glaubt.

    Joseph Conrad

  2. Nur Gott, dem Vaterlande und meinem Gewissen will ich verantwortlich sein

    Paul von Beneckendorff und Hindenburg

  3. Was gestern absurd schien, wird heute allgemein geglaubt und ist morgen banal

    Daniel Spitzer

  4. Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und fröhlich sein über all das Gute, das er dir gegeben hat.

  5. Alle meine Überzeugung ist nur Glaube, und sie kommt aus der Gesinnung, nicht aus dem Verstande.

    Johann Gottlieb Fichte

  6. Der Glaube kann uns niemals von etwas überzeugen, was unserer Erkenntnis zuwiderläuft.

    John Locke

  7. Schöne heilige Gedanken denken, Heiligenleben schildern, das alles wiegt es nicht auf, einer Frage, einer Bitte liebevoll Antwort zu geben.

    Theresia von Lisieux

  8. Es ist nur eine wahre Religion, aber es kann vielerlei Arten des Glaubens geben.

    Immanuel Kant

  9. Glauben können ist die größte Kraft.

    Nikolaus von Kues

  10. Trost wohnt im Himmel, und wir sind auf Erde wo nichts als Kreuz, als Sorg' und Kummer lebt

    William Shakespeare

  11. Gutes von sich selber aus tun, das heißt Religion.

    Martin Opitz

  12. Ich fürchte den Tod nicht; was ich in Gottes Auge gelte, weiß ich; ich bin ein armer Sünder, nur das Verdienst meines Erlösers wird mir die ewige Seligkeit erwerben.

    Heinrich Friedrich Karl vom Stein

  13. Ein Mann glaubt nur das, was er sieht, riecht oder anfasst. Eine Frau glaubt nur das, was sie empfindet.

    Auguste Renoir

  14. Gottes Mühlen mahlen langsam, mahlen aber trefflich klein; ob aus Langmut er sich säumet, bringt mit Schärf' er alles ein.

    Friedrich von Logau

  15. Den Nächsten lieben heißt Gott in seinem Bilde lieben.

    Nikolaus von Kues

  16. Wer sich des Brotes freuen will, muss guten Teig sich kneten, wer sich des Gartens freuen will, der muss das Unkraut jäten. Wer sich des Lebens freuen will, muss arbeiten und beten.

    Robert Reinick

  17. Christus hat durch erstes Kommen uns des Teufels Reich genommen. Kommt er jetzt nicht bald hernieder, kriegt der Teufel alles wieder.

    Friedrich von Logau

  18. Die Hoffnung ist die Blüte des Wunsches, der Glaube die Frucht der Gewissheit.

    Honoré de Balzac

  19. Eine Religion, wie immer sie auch beschaffen sein möge, wird sich vor der Lächerlichkeit immer durch 'gute Werke' retten.

    Henry de Montherlant

  20. Der Mund betet nicht, sondern ist nur des betenden Herzens Dolmetscher.

    Julius Wilhelm Zincgref