Sprüche über Glauben
868 Sprüche — Seite 35
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.
Gott läßt sich nicht auf den Arm malen.
Woran man einmal herzhaft glaubt, dem macht man sich auch so oder anders dienstbar
— Adolph Kolping
Die wahre Frömmigkeit ist demütig und bescheiden.
— Adolph Kolping
Doch siehe, viele rufen: Christus, Christus, die einst ihm ferner stehn beim Weltgericht, als viele, die da nimmer kannten Christus
— Dante Alighieri
Mit Glauben allein kann man sehr wenig tun, aber ohne ihn gar nichts.
— Samuel Butler
Ob der Mensch seine Pläne zustande bringt, der Himmel fügt es.
Wenn drei Leute einen Tiger gesehen haben wollen, glauben es bald alle.
Ganz leise spricht ein Gott in unsrer Brust, ganz leise, ganz vornehmlich, zeigt uns an, was zu ergreifen ist und was zu fliehn.
— Johann Wolfgang von Goethe
Ich werde einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen und dich an den Ort bringen, den ich bestimmt habe. Achte auf ihn und hör auf seine Stimme.
Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen
— Peter Altenberg
Religion ist die einzige Philosophie, die das Durchschnittshirn verstehen und annehmen kann
— Joseph Joubert
Es ist Religion, an keinen Gott zu glauben - ihn glauben heißt, ihn lästern
— Ludwig Anzengruber
Vor Gottes Angesicht taugt grobe Hoffahrt nicht.
— Abraham a Sancta Clara
Das Christentum ist eine Idee, und als solche unzerstörbar und unsterblich, wie jede Idee.
— Christian Johann Heinrich Heine
Du entgehst nicht dem Verhängnis! Diesen Glauben hast du, merke, nicht dass er dich in Bedrängnis mutlos mache, sondern stärke.
— Friedrich Rückert
Im kleinsten der Schöpfung zeigt sich des Schöpfers Macht und Huld am größten.
— Johann Gottfried Herder
Der Mensch ist das Wesen, welches die oberste Stufe der sichtbaren Schöpfung einnimmt und das sich sogar für das Ebenbild Gottes ausgibt - worüber Gott sich jedoch nicht sehr geschmeichelt fühlen dürf …
— Johann Nepomuk Nestroy
Gott hat nur einen Gedanken, einen Willen, eine Meinung, ein Ziel: dass wir alle zu ihm kommen.
— Hermann von Bezzel
Die Bibel ist ein Brief, den mein Gott mir hat schreiben lassen, wonach ich mich ausrichten soll und wonach mein Gott mich richten wird.
— Johann Albrecht Bengel
Wider Zweifel und ärgerliche Gedanken ist das Lob Gottes ein bewährtes Mittel. Finsternis kann nicht anders als durch Licht überwunden werden.
— Johann Albrecht Bengel