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Sprüche über Glauben

868 Sprüche — Seite 22

Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.

Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.

  1. Die goldene Zeit der Geistlichkeit fiel immer in die Gefangenschaft des menschlichen Geistes.

    Friedrich von Schiller

  2. Der Mensch hat zwei Beine und zwei Überzeugungen: eine, wenn's ihm gut geht, und eine, wenn's ihm schlecht geht. Die letztere heißt Religion.

    Kurt Tucholsky

  3. Jedes Kind bringt die Botschaft, dass Gott die Lust am Menschen noch nicht verloren hat.

    Rabindranath Tagore

  4. Am besten überzeugt man andere mit den Ohren, indem man ihnen zuhört.

  5. Im Glück nicht stolz sein und im Leid nicht zagen, das Unvermeidliche mit Würde tragen. Das Rechte tun, am Schönen sich erfreuen, das Leben lieben und den Tod nicht scheuen, und fest an Gott und b …

    Karl Streckfuß

  6. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich

  7. Das Gebet ist das tröstliche Zuhören Gottes

  8. Deinen Gläubigen, o Herr, wird das Leben nicht genommen, es wird nur neu gestaltet.

  9. Sie gehen hin unter Tränen und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel und bringen ihre Garben ein.

  10. Je frommer der Christ, je größer Kreuz.

  11. Christen haben keine Nachbarn.

  12. Was nicht nimmt Christus, das nimmt Fiskus.

  13. Jeder Mensch glaubt, er sei der wichtigste, der beste; aber nur der Narr und der Dummkopf haben den Mut, es auszusprechen.

    Jean Paul

  14. Der Mensch ist vergänglich, wenn wir den einen Teil seines Wesens betrachten, nämlich seinen Leib, er ist unvergänglich in seinem anderen Wesensteil, der Seele.

    Dante Alighieri

  15. So mächtig du auch bist, es gibt immer noch einen Mächtigeren.

  16. Der Wissende weiß, daß er glauben muß.

    Friedrich Dürrenmatt

  17. Die Vernunft ist das größte Hindernis für den Glauben, weil alles Göttliche ihr absurd scheint.

    Martin Luther

  18. Wenn Menschen aufhören, an Gott zu glauben, glauben sie nicht an nichts, sondern an alles Mögliche. Das ist die Chance der Propheten - und sie kommen in Scharen.

    Gilbert Keith Chesterton

  19. Religion ist das letzte Ziel, wohin alle unsere Gedanken und Handlungen gehen müssen.

    Friedrich Gottlieb Klopstock

  20. Die Gabe zu beten ist nicht immer in unserer Gewalt. Dem Himmel ist beten wollen auch beten.

    Gotthold Ephraim Lessing