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Sprüche über Glauben

868 Sprüche — Seite 32

Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.

Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit schließen sich dabei nicht aus – Glaube beginnt oft genau dort, wo Kontrolle endet und der Mensch sich dennoch nicht verloren gibt.

  1. Unser Nehmen heißt beten und unser Geben heißt lieben. Beides aber ist nur dem Glauben möglich, der von Gottes Gnade lebt.

    Friedrich von Bodelschwingh

  2. Den letzten Weg musst du alleine gehen, ohne Hilfe, ohne Hand. Doch Gott, der Herr, wird am Wege stehen und führt Dich hinein in sein himmlisches Land.

  3. Wenn wir mit Christus gestorben sind, dann werden wir auch mit ihm leben.

  4. Sei deines Willens Herr und deines Gewissens Knecht

    Marie von Ebner-Eschenbach

  5. Wem zu glauben ist, redlicher Freund, das kann ich dir sagen: Glaube dem Leben; es lehrt besser als Redner und Buch.

    Wilhelm Busch

  6. Man empfindet Gott durch die Seele wie die Luft durch den Körper

    Joseph Joubert

  7. Gottes Engel kommen im Verborgenen zu uns

    James Russell Lowell

  8. Niemand unter den Sterblichen ist so groß, dass er nicht in ein Gebet eingeschlossen werden könnte.

    Bertolt Brecht

  9. Bring' unrecht Gut mir nicht ins Haus, es treibt den Segen sonst hinaus.

  10. Gebet ohne Inbrunst - Vogel ohne Flügel.

  11. Religion ist die Erkenntnis aller unserer Pflichten als göttliche Gebote.

    Immanuel Kant

  12. Der Liberalismus ist die letzte religiöse Anschauung.

    Alexander Herzen

  13. Es gibt Zeiten, da schafft ein Volk Gott ab. Gott ist zum Glück toleranter.

  14. Eine Frau darf beten. Ein Mann, der betet, muss sehr dumm oder sehr weise sein

    Kurt Tucholsky

  15. Sei treu bis in den Tod, dann werde ich dir den Kranz des Lebens geben.

  16. Die Erde ist randvoll mit Himmel, und in jedem gewöhnlichen Dornenbusch brennt Gott, aber nur jene, die sehen können, ziehen ihre Schuhe aus; die anderen sitzen drum herum und pflücken Brombeeren.

    Elizabeth Barrett Browning

  17. Wer den Willen des Himmels nicht kennt, der ist kein edler Mensch.

    Konfuzius

  18. Glaube kann die Form annehmen, einen tragfähig zu machen für die Zweifel.

    John Henry Newman

  19. Die Grundlage des Christentums ist ein Apfel

    Gustave Flaubert

  20. Schwarz auf Weiß ist bei weitem nicht die größte Sicherheit auf der Welt. Es gibt nichts Gewisseres als Empfundenes und Geglaubtes.

    Felix Mendelssohn Bartholdy