824 Sprüche — Seite 8
Was trägt, wenn Sicherheiten brüchig werden und Beweise nicht mehr ausreichen, ist oft der Glaube. Er richtet den Blick über das Sichtbare hinaus und gibt dem Menschen Halt, ohne ihm jede Unsicherheit zu nehmen. Gerade darin liegt seine eigentümliche Würde, die nicht auf Wissen, sondern auf Vertrauen beruht.
Neben religiöser Tiefe umfasst dieses Thema auch die Kraft, an Sinn, Hoffnung und das Gute im Leben festzuhalten. Die Sprüche dazu zeigen, wie eng Zuversicht und Zweifel, Hingabe und innere Freiheit miteinander verbunden sind und warum Glaube oft dort beginnt, wo Kontrolle endet.
Wir leben nicht, um zu glauben, sondern um zu lernen
— Dalai Lama
Die Kirche Roms hat durch die Einführung des Weihnachtsfestes das Christentum gerettet.
— Paul de Lagarde
Glauben und Wissen verhalten sich wie zwei Schalen einer Waage: In dem Maße, als die eine steigt, sinkt die andere.
— Arthur Schopenhauer
Im Glück erheb dich nicht, im Unglück verzage nicht, denn Gott ist ein Mann, der Glück und Unglück wenden kann.
Gott befiehlt uns bloß, die Netze auszuwerfen, nicht aber, Fische zu fangen, weil er es ist, der sie ins Netz gehen lässt
— Vinzenz von Paul
Nichts ist mächtiger als ein Mensch, der betet: denn durch das Gebet wird er der Macht Gottes teilhaftig
— Johannes Chrysostomos
Es ist selten, dass ein Mensch weiß, was er eigentlich glaubt.
— Oswald Spengler
Bereite dich auf den Tod vor, das will besagen: bereite dich auf die Freiheit vor.
Wer sich an die Kirche lehnt, dem fällt leicht ein Götze auf den Kopf.
Du weißt es, die Religionen sind wie die Leuchtwürmer: Um zu leuchten, bedürfen sie der Dunkelheit.
— Arthur Schopenhauer
Die Wahrheit ist nicht daß ausschließliche Eigentum einer einzelnen heiligen Schrift. Die Forderung der Zeit ist nicht eine einzige Religion, sondern die gegenseitige Achtung und Duldsamkeit der Anhän …
— Mahatma Gandhi
Glaub nicht alles, was man dir sagt, aber glaube, dass alles möglich ist.
Aus Gottes Hand empfing ich mein Leben. Unter Gottes Hand gestalte ich mein Leben. In Gottes Hand gebe ich mein Leben zurück.
— Augustinus
In die ersten Augenblicke des neuen Tages gehören nicht eigene Pläne und Sorgen, auch nicht der Übereifer der Arbeit, sondern Gottes befreiende Gnade, Gottes segnende Nähe.
— Dietrich Bonhoeffer
Der Herr ist bei mir, ich fürchte mich nicht.
Alle Regierungen fordern blinden Glauben, sogar die göttliche.
— Christian Friedrich Hebbel
Der Westen hat Christus verloren; daran muß er zugrunde gehen.
— Fjodor M. Dostojewski
...und am Ende meiner Reise hält der Ewige die Hände und er winkt und lächelt leise - und die Reise ist zu Ende.
— Matthias Claudius
Seine besten Opfer sucht der Teufel unter denen, die enttäuscht sind, weil sie meinten, der Himmel habe zu halten, was sie sich von ihm versprechen.
— Emil Gött
Zu dir, Herr, erhebe ich meine Seele. Mein Gott, auf dich vertraue ich.