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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 12

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.

    Epikur

  2. Man versehe mich mit Luxus, auf alles Notwendige kann ich verzichten.

    Oscar Wilde

  3. Wenn wir glauben, dass der Himmel unsere Heimat ist, dann sollen wir auch unsere Reichtümer dahin schaffen, statt sie hier zurückzuhalten, wo sie uns bei plötzlichem Aufbruch verlorengehen könnten.

    Johannes Calvin

  4. Wer nur um Gewinn kämpft, erntet nichts, wofür es sich lohnt, zu leben.

    Antoine de Saint-Exupéry

  5. Der Reichtum der Zukunft ist nicht Geld und Besitz, sondern Raum und Zeit

  6. Vertrauen ist für alle Unternehmungen das große Betriebskapital, ohne welches kein nützliches Werk auskommen kann

    Albert Schweitzer

  7. Wer jetzt nicht reich ist, da der Sommer geht, wird immer warten und sich nie besitzen.

    Rainer Maria Rilke

  8. Von dem, was man erworben, ist das Beste die Erinnerung, wie man's erworben

    August von Kotzebue

  9. Nicht was der Mensch ist, nur was er tut, ist sein unverlierbares Eigentum.

    Christian Friedrich Hebbel

  10. Glücklich sein hängt nicht davon ab, dass wir bekommen, was wir nicht haben, sondern davon, wie gut wir nutzen, was wir haben.

    Thomas Hardy

  11. Der Wege, sich zu bereichern, sind viele. Sparsamkeit ist einer der besten.

    Francis Bacon

  12. Ich stehe Statistiken etwas skeptisch gegenüber. Denn laut Statistik haben ein Millionär und ein armer Kerl jeder eine halbe Million.

    Franklin D. Roosevelt

  13. Der Mund ist ein kleines Loch, doch er verschlingt Haus und Hof.

  14. Aller Besitz ist vom Schicksal geborgt.

    Seneca

  15. Um ein Darlehen zu bekommen, muss man erst beweisen, dass man keines braucht

  16. Ein Idealist ist ein Mensch, der anderen Menschen dazu verhilft, zu Wohlstand zu gelangen.

    Henry Ford

  17. Besäße der Mensch Gelassenheit, so wäre ihm fast nichts unmöglich.

  18. Das Glück wohnt nicht im Besitze und nicht im Golde, das Glücksgefühl ist in der Seele zu Hause.

    Demokrit

  19. Alle lieben das Schöne, wenige leisten es sich

    Georges Clemenceau

  20. Der Hass der Größe gegen die Kleinheit ist der Ekel; der Hass der Kleinheit gegen die Größe der Neid.

    Arthur Schnitzler