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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 35

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Ich habe nie ausschließlich über Geld nachgedacht,sondern eher geglaubt, dass wir geboren sind um glücklich zu sein, wobei der sicherste Weg sich elend zu fühlen, ist, den Wert des Geldes zu überschät …

    Mary Seacole

  2. Jedermanns Geschäft ist das Geschäft von niemand und niemands Geschäft ist mein Geschäft

    Clara Barton

  3. In der Tiefe ihres Gemütes verbirgt die Menschheit ihre Schätze.

    Rahel Varnhagen von Ense

  4. Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, dass ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringender braucht als eine Frau.

    Jane Austen

  5. Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum.

  6. Was wir auch in dieser Welt erlangen mögen, ist doch die Liebe das höchste Glück.

    Philipp Otto Runge

  7. Die Liebe zum Geld wächst in gleichem Maße wie das Geld selbst

    Juvenal

  8. Um verlorenes Geld und Gut werden die aufrichtigsten Tränen geweint.

    Juvenal

  9. Unerträglicher nichts als ein Weib mit großem Vermögen.

    Juvenal

  10. Das Schwierigste ist es, weniger zu nehmen, wenn man mehr bekommen kann

    Kin Hubbard

  11. Optimistisch sein, nachdem man alles hat, was man sich wünscht, zählt nicht.

    Kin Hubbard

  12. Das gehört auch zu den Wundern des Lebens, dass die Menschen das Größte, was sie besitzen, wieder vergessen können.

    August Pauly

  13. Dass wir ein Inneres besitzen, von dem wir die Welt ausschließen können, in das auch kein König einbrechen kann, das ist doch ein herrliches Gefühl.

    August Pauly

  14. Wir haben auch unter uns Menschen solche Tiefseefische mit großen gierigen Augen und gewaltigen Mäulern, welche umherschießen, um den Nutzen zu verschlingen.

    August Pauly

  15. Mehr noch als der Reiche, der sein Geld in eisernen Truhen verwahrt hat, musst du vor dem Räuber Schicksal zittern, der du deine Schätze in Menschenherzen angelegt hast.

    August Pauly

  16. Unser ganzes Leben hindurch zieht die Erde an uns, als wollte sie uns Flüchtlinge wieder haben, und endlich bekommt sie uns auch.

    August Pauly

  17. Es gibt keine materielle Macht, welche den sittlichen Mächten über den Kopf wachsen könnte, ohne den Untergang ihrer selbst vorzubereiten.

    August Pauly

  18. Wenn das Große einmal der Menge gehört, ist es ein Götze geworden.

    August Pauly

  19. Es muss doch an jedem Menschen etwas Wertvolles sein, dass man ihn zuletzt wie einen Schatz vergräbt.

    August Pauly

  20. Mit dem Lernen betrügen wir die Zeit, die alles mit sich fortnimmt. Sie muss uns etwas zurücklassen.

    August Pauly