548 Sprüche — Seite 4
Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Geld regiert die Welt.
Schenken heisst, einem anderen etwas geben, was man am liebsten selbst behalten möchte.
— Selma Lagerlöf
Wohlstand ist, wenn man mit Geld, das man nicht hat, Dinge kauft, die man nicht braucht, um damit Leute zu beeindrucken, die man nicht mag.
— Friedrich Wilhelm Heinrich Alexander von Humboldt
Reichtum besteht nicht im Besitz von Vermögen, sondern in der Anwendung, die man davon zu machen versteht.
— Napoleon
Es bleibt einem im Leben nur das, was man verschenkt hat
Nimm keinem Menschen die Hoffnung; vielleicht ist sie das letzte, was er hat!
Habgier bedeutet, dass ein Mensch nach etwas trachtet, das er nicht besitzt. Neid hingegen bedeutet, dass er sich über das ärgert, was ein anderer besitzt
— Aristoteles
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen
— Friedrich Nietzsche
Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann über die kostbaren Fussböden der Reichen nur lächeln.
— Seneca
Was Du auf dem Feld Deines Lebens anbaust ist wichtiger als die Größe des Feldes
Geld kann den Teufel in ein Glas bannen.
Wer weniger besitzt, wird weniger besessen
— Friedrich Nietzsche
Man will Geld verdienen, um glücklich zu leben, und die ganze Anstrengung, die beste Kraft seines Lebens konzentriert sich auf den Erwerb dieses Geldes. Das Glück wird vergessen, das Mittel wird S …
— Albert Camus
Hätt' ich dein Geld und du meine Tugend!
Hast du Geld, so setz dich nieder, hast du keins, so scher dich wieder.
Wenn du am morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können.
— Mark Aurel
Eine Ehe eingehen heißt: Kleine Dinge aufgeben, um große Werte zu besitzen.
Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen.
— Theodor Fontane
Eine gute Ware gelangt kaum in zweite Hand.
Was dir nichts nützt und ein anderer dringend braucht, das behalte nicht.