Sprüche über Besitz
707 Sprüche — Seite 4
Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Nimm keinem Menschen die Hoffnung; vielleicht ist sie das letzte, was er hat!
Habgier bedeutet, dass ein Mensch nach etwas trachtet, das er nicht besitzt. Neid hingegen bedeutet, dass er sich über das ärgert, was ein anderer besitzt
— Aristoteles
Hast du Geld, so setz dich nieder, hast du keins, so scher dich wieder.
Ein Buch, das man liebt, darf man nicht leihen, sondern muss es besitzen
— Friedrich Nietzsche
Man will Geld verdienen, um glücklich zu leben, und die ganze Anstrengung, die beste Kraft seines Lebens konzentriert sich auf den Erwerb dieses Geldes. Das Glück wird vergessen, das Mittel wird S …
— Albert Camus
Was Du auf dem Feld Deines Lebens anbaust ist wichtiger als die Größe des Feldes
Geld kann den Teufel in ein Glas bannen.
Hätt' ich dein Geld und du meine Tugend!
Wer sich zwischen den Sternen bewegt, kann über die kostbaren Fussböden der Reichen nur lächeln.
— Seneca
Wer weniger besitzt, wird weniger besessen
— Friedrich Nietzsche
Wenn du am morgen erwachst, denke daran, was für ein köstlicher Schatz es ist, zu leben, zu atmen und sich freuen zu können.
— Mark Aurel
Eine gute Ware gelangt kaum in zweite Hand.
Eine Ehe eingehen heißt: Kleine Dinge aufgeben, um große Werte zu besitzen.
Was dir nichts nützt und ein anderer dringend braucht, das behalte nicht.
Erst die Fremde lehrt uns, was wir an der Heimat besitzen.
— Theodor Fontane
Es ist nirgendwo untersagt, zu lachen oder sich zu sättigen oder neue Besitztümer mit dem alten, ererbten zu verbinden oder zum Klang der Musik sich zu erfreuen oder Wein zu trinken.
— Johannes Calvin
Dem Kapitalismus wohnt ein Laster inne: Die Verteilung der Güter. Dem Sozialismus hingegen wohnt eine Tugend inne: Die gleichmäßige Verteilung des Elends.
— Winston Churchill
Alles, was die Sozialisten vom Geld verstehen, ist die Tatsache, dass sie es von anderen haben wollen.
— Konrad Adenauer
Geld: ein Mittel, um alles zu haben bis auf einen aufrichtigen Freund, eine uneigennützige Geliebte und eine gute Gesundheit.
— George Bernard Shaw
Glück ist die Haltestation zwischen zu wenig und zu viel