Sprüche über Besitz
707 Sprüche — Seite 23
Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Viel haben ist nicht reich. Der ist ein reicher Mann, der alles was er hat, ohn' Leid verlieren kann.
— Angelus Silesius
Geld ist der Adel, Geld ist ohne Tadel.
Wo Geld ist, da ist der Teufel, wo keins ist, da ist er zweimal.
Ist die Zeit das Kostbarste unter allem, so ist Zeitverschwendung die allergrößte Verschwendung.
— Benjamin Franklin
Gott, gib mir ein reines Herz, lass mich nicht aus dem Blickfeld deines Auges verschwinden. Segne meine Kinder, meine Frau und segne meine Habe und mein Vieh.
Was du verlieren kannst, hat keinen Wert.
— Emil Gött
Geld macht nicht glücklich, aber es weint sich leichter.
Geld allein macht nicht glücklich, man muss es auch haben
Weisheit übertrifft jeden Reichtum.
— Sophokles
Manche Menschen reisen hauptsächlich in den Urlaub, um Ansichtskarten zu kaufen, obwohl es doch vernünftiger wäre, sich diese Karten kommen zu lassen.
— Robert Musil
Was andre mag ergötzen, das kümmert wenig mich, sie leben in den Schätzen, in Freuden lebe ich.
— Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff
Lieber eine Stunde über Geld nachdenken, als eine Stunde für Geld arbeiten.
— John D. Rockefeller
Wo kein Geld ist, da ist auch keine Vergebung der Sünden.
Wo Geld und Gut da ist kein Mut.
Für die Reichen ist die Langeweile die große Geißel.
— Jean-Jacques Rousseau
Ein Mann mit Geschäft mag über Philosophie reden; ein Mann, der keines besitzt, mag sie anwenden
— Jonathan Swift
Die Liebe ist das Reich der Frauen
— Jean-Jacques Rousseau
Bekommt der Arme ein Stück Brot, so reisst es ihm der Hund aus der Hand.
Zwischen Armut und Reichtum ist das beste Leben.
Was aus Armut geschieht, soll man leicht vergeben.