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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 34

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Das Glück liegt im Wünschen. Erfüllung ist zugleich Zerstörung.

    Herbert Spencer

  2. Arme Menschen gibt's, die nichts – nichts! – besitzen als ihren Reichtum.

    Otto Weiss

  3. Dies und jenes fehlt der Frau so lange nicht, bis sie bemerkt, dass eine ihrer Freundinnen es hat.

    Otto Weiss

  4. Was jeder von uns gern sammeln möchte: Medaillen ohne Kehrseite.

    Otto Weiss

  5. Wie vieles, was wir auf die Erde werfen, wird, wenn's ein andrer aufhebt, ein Juwel

    George Meredith

  6. Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann

    Philippus Theophrastus Paracelsus

  7. Auf Erden nichts geschaffen ist, was hat Bestand für lange Frist.

    Bernhard Freidank

  8. Man erbt kein Vermögen, man erbt Verantwortung.

    Reinhard Zinkann

  9. Eigentum ist eine Falle: was wir zu besitzen glauben, besitzt tatsächlich uns.

    Alphonse Karr

  10. Reichtum beglückt, wenn wir ihn besitzen, und macht tief unglücklich, wenn er uns besitzt.

    Heinrich Lhotzky

  11. Die Kraft, Reichtümer zu schaffen, ist unendlich wichtiger als der Reichtum selber

    Friedrich List

  12. Alles Große besteht aus Kleinem. Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  13. Jede Gegend nimmt mit der Zeit die Seelen ihrer Einwohner an sich.

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  14. Die einzige Möglichkeit nicht über Geld nachzudenken ist, eine Menge davon zu haben

    Edith Wharton

  15. Dem Reichen bleiben seine Schätze oft ungeschmälert, keine Lücke reißt das unerbittliche Schicksal. Dem Armen wird oft sein einziges Gut genommen. So ist es gewesen von Anfang, so wird es bleiben in a …

    Sophie Alberti

  16. Nichts will so zart, so unausgesetzt gepflegt sein, als die Blume des Besitzes. Wenige bedenken das und lassen daher ihr Schönstes verkommen. Eine verwelkte Liebe, ein verstorbenes Vertrauen blüht nim …

    Henriette Wilhelmine Hanke

  17. Wenn wir uns auf uns selbst besinnen, stellen wir fest, dass wir genau das besitzen, was wir uns wünschen

    Simone Weil

  18. Wissen ist eine Vorratskammer, ein Vorrat, Wissen ist geistiges Haben.

    Rahel Varnhagen von Ense

  19. Mein Vermögen sind meine Freunde

    Emily Elizabeth Dickinson

  20. Was wir haben, können wir verlieren, aber doch niemals was wir sind!

    Wilhelmine von Hillern