Sprüche über Besitz
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Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Das Glück liegt im Wünschen. Erfüllung ist zugleich Zerstörung.
— Herbert Spencer
Arme Menschen gibt's, die nichts – nichts! – besitzen als ihren Reichtum.
— Otto Weiss
Dies und jenes fehlt der Frau so lange nicht, bis sie bemerkt, dass eine ihrer Freundinnen es hat.
— Otto Weiss
Was jeder von uns gern sammeln möchte: Medaillen ohne Kehrseite.
— Otto Weiss
Wie vieles, was wir auf die Erde werfen, wird, wenn's ein andrer aufhebt, ein Juwel
— George Meredith
Einem anderen gehöre nicht, wer sein eigener Herr sein kann
— Philippus Theophrastus Paracelsus
Auf Erden nichts geschaffen ist, was hat Bestand für lange Frist.
— Bernhard Freidank
Man erbt kein Vermögen, man erbt Verantwortung.
— Reinhard Zinkann
Eigentum ist eine Falle: was wir zu besitzen glauben, besitzt tatsächlich uns.
— Alphonse Karr
Reichtum beglückt, wenn wir ihn besitzen, und macht tief unglücklich, wenn er uns besitzt.
— Heinrich Lhotzky
Die Kraft, Reichtümer zu schaffen, ist unendlich wichtiger als der Reichtum selber
— Friedrich List
Alles Große besteht aus Kleinem. Wer vom Kleinen nicht Besitz nimmt, kann das Große nie erwerben
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Jede Gegend nimmt mit der Zeit die Seelen ihrer Einwohner an sich.
— Johann Jakob Wilhelm Heinse
Die einzige Möglichkeit nicht über Geld nachzudenken ist, eine Menge davon zu haben
— Edith Wharton
Dem Reichen bleiben seine Schätze oft ungeschmälert, keine Lücke reißt das unerbittliche Schicksal. Dem Armen wird oft sein einziges Gut genommen. So ist es gewesen von Anfang, so wird es bleiben in a …
— Sophie Alberti
Nichts will so zart, so unausgesetzt gepflegt sein, als die Blume des Besitzes. Wenige bedenken das und lassen daher ihr Schönstes verkommen. Eine verwelkte Liebe, ein verstorbenes Vertrauen blüht nim …
— Henriette Wilhelmine Hanke
Wenn wir uns auf uns selbst besinnen, stellen wir fest, dass wir genau das besitzen, was wir uns wünschen
— Simone Weil
Wissen ist eine Vorratskammer, ein Vorrat, Wissen ist geistiges Haben.
— Rahel Varnhagen von Ense
Mein Vermögen sind meine Freunde
— Emily Elizabeth Dickinson
Was wir haben, können wir verlieren, aber doch niemals was wir sind!
— Wilhelmine von Hillern