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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 6

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Der Weise legt sich keinen Schatz zurück. Je mehr er gibt, desto mehr hat er.

  2. Die Gedanken eines Menschen sind sein Königreich.

  3. Je mehr du besitzen willst, desto weniger hast du.

    Else Pannek

  4. Nehmen füllt die Hände. Geben füllt das Herz.

    Margarete Seemann

  5. Der Mensch rechnet immer das, was ihm fehlt, dem Schicksal doppelt so hoch an als das, was er besitzt.

    Gottfried Keller

  6. Nicht vom Geben, sondern vom Behalten werden wir krank.

    Antoine de Saint-Exupéry

  7. Eifersucht ist in gewisser Hinsicht gerecht und vernünftig, da sie nur den Besitz wahren will, der unser ist oder zu sein scheint, Neid dagegen ist Eifern über den Besitz anderer.

    François de la Rochefoucauld

  8. Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit

    Martin Luther King

  9. Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt.

    Arthur Schopenhauer

  10. Sei besorgt um deinen Namen, denn er begleitet dich treuer als tausend goldene Schätze.

  11. Unter allen Besitzungen der Erde ist die, ein Herz zu haben, die kostbarste.

    Johann Wolfgang von Goethe

  12. Ein Tröpflein Liebe ist mehr wert als ein ganzer Sack voll Gold.

    Friedrich von Bodelschwingh

  13. Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum

  14. Glücklich sind die Menschen, wenn sie haben, was gut für sie ist.

    Sokrates

  15. Der Schmerz ist ein Eigentum, wie das Glück und die Freude.

    Christian Friedrich Hebbel

  16. Wenn du einen einzigen echten Freund hast, hast du mehr als deinen Anteil

    Thomas Fuller

  17. Das Geld wird abgeschafft. Ich kenn´ schon einen, der nichts mehr hat.

    Karl Marx

  18. Um zufrieden zu sein, das heisst über der Not zu stehen, kommt es nicht darauf an, was man hat, sondern darauf, was man ist.

    Jeremias Gotthelf

  19. Nicht der Besitz an materiellen Gütern erhellt die Kinderjahre, sondern die Liebe und Gemütsverfassung der Eltern.

    Rudolf von Tavel

  20. Wir geben dem Hund das, was übrig bleibt an Zeit, Raum und Liebe, doch der Hund gibt uns alles, was er hat