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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 21

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Die Gewaltigen handeln mit Geld, die Schwachen mit Recht.

  2. Es kostet ja kein Geld, hat der Bauer gesagt, da walkte er seinen Jungen durch.

  3. Erbettelter Pfennig ist besser denn gestohlener Taler.

  4. Wer seine Schuld bezahlt, verringert sein Gut nicht.

    Christoph Lehmann

  5. Du trägst sehr leicht, wenn du nichts hast; aber Reichtum ist eine leichtere Last.

    Johann Wolfgang von Goethe

  6. Wir sind nie entfernter von unseren Wünschen, als wenn wir uns einbilden, das Gewünschte zu besitzen.

    Johann Wolfgang von Goethe

  7. Wir betrachten die Geliebte als unser Eigentum, weil nur wir allein sie glücklich machen können.

    Stendhal

  8. Geld regiert die Welt, Gut macht Mut, oft Übermut und Armut ist arm an Mut.

    Karl Julius Weber

  9. Weshalb um Gold weinen, wenn du den Tulpenbaum hast?

  10. Sobald wir verstanden haben, dass das Geheimnis des Glücks nicht im Besitz liegt, sondern im Geben, werden wir, indem wir um uns herum glücklich machen, selbst glücklich werden.

    André Gide

  11. Ich habe viele Millionen verdient, aber das Glück haben sie mir nicht gebracht

    John D. Rockefeller

  12. Arm oder reich - der Tod macht alles gleich.

  13. Begrabner Schatz, verborgner Sinn bringen niemand Gewinn.

  14. Gute Muße ist besser als gute Geschäfte. Nichts gehört unser als nur die Zeit, in welcher selbst der lebt, der keine Wohnung hat

    Baltasar Gracián y Morales

  15. Der Verstand ist das einzige, was mancher verliert, ohne es besessen zu haben.

    Peter Sirius

  16. Glück ist ein Wunderding. Je mehr man gibt, desto mehr hat man.

    Germaine Madame de Stael

  17. Was die Perle für die Muschel, das ist die Liebe für manches Frauenherz – sein einziger Schatz, aber auch seine einzige unheilbare Krankheit.

    Joszef Freiherr von Eötvös

  18. Nicht in die ferne Zeit verliere dich! Den Augenblick ergreife! Der ist dein.

    Friedrich von Schiller

  19. Die Erde gehört sowohl denen, die nach uns kommen, wie auch uns.

    John Ruskin

  20. Das fremde Korn und die eigenen Kinder scheinen immer besser.