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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 32

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Fried und ein neugebautes Haus sind nimmer zu teuer

  2. Horoskope liest, wer nicht hat, was er braucht. Die Horoskope bringen's nicht.

    Else Pannek

  3. Ein Reicher ohne Freigebigkeit ist ein Baum, der weder Früchte noch Schatten gibt.

    Christian Friedrich Wilhelm Jacobs

  4. Jedermann beklagt sich über die äußerste Teurung und fährt doch fort, Geld auszugeben und den Luxus zu vermehren, über den er sich beschwert.

    Johann Wolfgang von Goethe

  5. Mit Geld kann man einen guten Hund kaufen, aber es wird nicht das Wedeln des Schwanzes erworben.

    Joseph Billings

  6. Reich ist, wer viel hat. Reicher ist, wer wenig braucht. Am reichsten ist, wer viel geben kann.

    Gerhard Tersteegen

  7. Gerechtigkeit ist die Versicherung, die auf unserem Leben und auf dem Vermögen ruht. Gehorsam ist die Prämie, die wir dafür bezahlen.

    William Penn

  8. Den Geist? Als ob es Weiber gäbe, die ihn liebten. Schöne Gestalt gefällt ihnen und Reichtum.

    Ulrich von Hutten

  9. Gefragt, was auf Erden das Seltenste sei, antwortet einer: was allen gehört, der gemeine Verstand.

    Giacomo Leopardi

  10. Freunde haben. Es ist ein zweites Dasein. Jeder Freund ist gut und weise für den Freund, und unter ihnen geht alles gut ab.

    Baltasar Gracián y Morales

  11. Gegenseitige Hilfe macht selbst arme Leute reich

  12. Es wird sehr oft vergessen, dass es weit schwerer ist, zu erhalten und zu verwalten, als zu erobern.

    Karl Robert Eduard von Hartmann

  13. Nicht die Blumen und Bäume, nur der Garten ist dein Eigentum

  14. Hör auf, dein Geld zu zählen. Gib den Armen, und du wirst reich

  15. Hoffnung ist das einzige Gut, das allen Menschen gemein ist; selbst diejenigen, die nichts besitzen, besitzen noch Hoffnung.

    Thales von Milet

  16. Das köstlichste Gut, das ein vernünftiger Mensch besitzt, ist seine freie Zeit

    Carl Friedrich Paul Ernst

  17. Dem Vogel ein Nest, der Spinne ein Netz, dem Menschen - Freundschaft

    William Blake

  18. Reichtümer sind nicht das Ziel des Lebens, sondern ein Mittel zum Leben.

    Henry Ward Beecher

  19. Die Kunst, reich zu werden, ist im Grunde nichts anderes, als die Kunst, sich des Eigentums anderer Leute mit ihrem guten Willen zu bemächtigen.

    Christoph Martin Wieland

  20. Wenn das Leben vollendet ist, gehen wir mit leeren Händen fort.