Sprüche über Besitz
707 Sprüche — Seite 13
Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.
Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.
Wer sich verlässt aufs Erben, mag als ein Narr versterben
Das Geld schließt die Hölle auf.
Die Menschen haben keine Freunde, weil sie diese nicht in den Kaufhäusern kaufen können.
— Antoine de Saint-Exupéry
Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber der Verdienst gebührt den Vorfahren.
— Plutarch
Gold ist Sold, dem ist man hold.
Geld wird nicht gehenkt.
Der Hass der Größe gegen die Kleinheit ist der Ekel; der Hass der Kleinheit gegen die Größe der Neid.
— Arthur Schnitzler
Alle lieben das Schöne, wenige leisten es sich
— Georges Clemenceau
Ich glaube, dass jedes Recht eine Verantwortung, jede Gelegenheit eine Aufgabe und jeder Besitz eine Verpflichtung auferlegt.
— John D. Rockefeller
Für Geld und gute Worte kann man alles haben.
Wenn man durch Arbeit zu Reichtum gelangen könnte, gehörten die Mühlen den Eseln.
Wenn Zeit Geld ist, dann lebt jeder über seine Verhältnisse.
— Ludwig Anton Salomon Fulda
Aus viel Beuteln ist gut Geld zählen.
Wenn der Diener reich wird und der Herr arm, so taugen beide nichts.
Wer selbst Liebe besitzt, hat auch die Chance, Liebe zu wecken.
— Theodor Heuss
Über seine Verhältnisse kann man nur leben, wenn man welche hat.
— Max Pallenberg
Gerechtigkeit entspringt dem Neide, denn ihr oberster Satz ist: Allen das gleiche.
— Walter Rathenau
Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist
— Mark Twain
Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist.
Wer kein Geld hat, muss mit der Haut bezahlen.