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Sprüche über Besitz

707 Sprüche — Seite 13

Was jemand besitzt, sagt nicht automatisch etwas darüber aus, was ihn innerlich trägt. Besitz kann Sicherheit geben, Gewohnheiten ordnen und Wünsche befriedigen, doch er wirft immer auch die Frage auf, ob der Mensch Dinge hat oder längst von ihnen bestimmt wird. Deshalb ist dieses Thema von stiller philosophischer Schärfe.

Sein eigentliches Gewicht liegt im Verhältnis zwischen Haben und Genügen. Die Sprüche zu diesem Thema fragen danach, wie viel Eigentum Freiheit schafft, wo Abhängigkeit beginnt und warum nicht selten das, was man festhalten will, allmählich selbst Besitz über den Menschen gewinnt.

  1. Wer sich verlässt aufs Erben, mag als ein Narr versterben

  2. Das Geld schließt die Hölle auf.

  3. Die Menschen haben keine Freunde, weil sie diese nicht in den Kaufhäusern kaufen können.

    Antoine de Saint-Exupéry

  4. Es ist sicher eine schöne Sache, aus gutem Haus zu sein. Aber der Verdienst gebührt den Vorfahren.

    Plutarch

  5. Gold ist Sold, dem ist man hold.

  6. Geld wird nicht gehenkt.

  7. Der Hass der Größe gegen die Kleinheit ist der Ekel; der Hass der Kleinheit gegen die Größe der Neid.

    Arthur Schnitzler

  8. Alle lieben das Schöne, wenige leisten es sich

    Georges Clemenceau

  9. Ich glaube, dass jedes Recht eine Verantwortung, jede Gelegenheit eine Aufgabe und jeder Besitz eine Verpflichtung auferlegt.

    John D. Rockefeller

  10. Für Geld und gute Worte kann man alles haben.

  11. Wenn man durch Arbeit zu Reichtum gelangen könnte, gehörten die Mühlen den Eseln.

  12. Wenn Zeit Geld ist, dann lebt jeder über seine Verhältnisse.

    Ludwig Anton Salomon Fulda

  13. Aus viel Beuteln ist gut Geld zählen.

  14. Wenn der Diener reich wird und der Herr arm, so taugen beide nichts.

  15. Wer selbst Liebe besitzt, hat auch die Chance, Liebe zu wecken.

    Theodor Heuss

  16. Über seine Verhältnisse kann man nur leben, wenn man welche hat.

    Max Pallenberg

  17. Gerechtigkeit entspringt dem Neide, denn ihr oberster Satz ist: Allen das gleiche.

    Walter Rathenau

  18. Bildung ist das, was übrig bleibt, wenn der letzte Dollar weg ist

    Mark Twain

  19. Der Pfennig gilt nirgend mehr, als wo er geschlagen ist.

  20. Wer kein Geld hat, muss mit der Haut bezahlen.