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Sprüche über Menschen

1311 Sprüche — Seite 55

In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.

Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.

  1. Wenn das Glück den Menschen sucht, so hilft er sich wohl.

  2. Sehen's die Menschen nicht, so sieht es Gott.

  3. Gott läßt sich seine Uhr von keinem Menschen stellen.

  4. Wenn Gott ein Ding verdrießt, so verdrießt es auch bald die Menschen.

  5. Vieh und Menschen muss man nicht zusammenrechnen.

  6. Wenn die Menschen nicht danach sind, oben und unten, hilft die Verfassung nicht, und wäre sie vom Himmel gefallen.

    Adolph Kolping

  7. Ob der Mensch seine Pläne zustande bringt, der Himmel fügt es.

  8. Wo etwas Dummes gesagt wird, da wird es hell in den Menschenherzen

    Voltaire

  9. Wer einen Menschen tötet, tötet ein vernünftiges Wesen, Gottes Ebenbild; aber wer ein gutes Buch vernichtet, tötet die Vernunft selbst, tötet das Ebenbild Gottes, sozusagen als Abbild.

    John Milton

  10. Die Menschen begehen den Fehler, dass sie ihren Hoffnungen keine Grenzen zu setzen wissen. Sie bauen auf sie, ohne sich nach den eigenen Kräften zu richten, und rennen so ins Verderben.

    Nicolaus Machiavelli

  11. Alle großen Menschen sind bescheiden.

    Gotthold Ephraim Lessing

  12. Das Wort des Menschen ist sein Wesen

  13. Wer etwas zu verkaufen hat, gilt nicht als arm.

  14. Was des Menschen Herzenswunsch ist dazu läßt er sich gern befehligen.

    Joseph Victor von Scheffel

  15. Wie sind wohl die Menschen zu dem Begriff der Freiheit gelangt? Es war ein großer Gedanke.

    Georg Christoph Lichtenberg

  16. Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn.

  17. Es ist nicht die einfache Kreatur, die der Hilfe bedarf, sondern das Genie.

    Eleonora Duse

  18. Der Müßiggang, nicht die Arbeit, ist der Fluch der Menschen

    Samuel Smiles

  19. Für des Menschen wilde Brust ist keine Heimat möglich.

    Johann Christian Friedrich Hölderlin

  20. Die glücklichsten und die allerunglücklichsten Menschen sind im gleichen Maße zur Härte geneigt.

    Charles-Louis de Montesquieu