806 Sprüche — Seite 2
In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.
Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.
So weit Gottes Arm reicht, ist der Mensch nie ganz fremd und verlassen. Und Gottes Arm reicht weiter, als Menschen denken können.
— Adolph Kolping
Man findet sein eigenes Leben gleich viel schöner, wenn man aufhört, es mit dem Leben der Leute von neben an zu vergleichen.
Eine goldene Regel: Man muß die Menschen nicht nach ihren Meinungen beurteilen, sondern nach dem, was diese Meinungen aus ihnen machen
— Georg Christoph Lichtenberg
Ich fürchte, die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen, das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat.
— Friedrich Nietzsche
Freunde sind jene seltenen Menschen, die einen fragen, wie es einem geht - und dann auch die Antwort abwarten.
Ein abgefallenes Blatt kehrt nicht zum Baum zurück
Wenn 50 Millionen Menschen etwas Dummes sagen, bleibt es trotzdem eine Dummheit.
— Anatole France
Das echteste an jedem Menschen sind seine Fehler.
— Michelangelo
Kriecher sind schwer zu Fall zu bringen.
Viele Menschen wissen, dass sie unglücklich sind. Aber noch mehr Menschen wissen nicht, dass sie glücklich sind
— Albert Schweitzer
Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern Maulwurfshügel
— Konfuzius
Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.
— William Shakespeare
Eine Maschine kann die Arbeit von fünf gewöhnlichen Menschen leisten, aber sie kann nicht einen einzigen außergewöhnlichen ersetzen.
— Elbert Green Hubbard
Wer immer nur tut, was er schon kann, bleibt immer nur das, was er schon ist.
Gegen alle Menschen äußerlich nie die Verachtung merken lassen, die sie verdienen, denn man kann nicht wissen, wo man sie braucht.
— Ludwig van Beethoven
Das Gewissen ist eine Uhr, die bei den meisten Menschen immer nachgeht.
— Peter Sirius
Die Reiter machen viel Vergnügen, besonders wenn sie drunten liegen
— Wilhelm Busch
Das Unglück hält sich nicht an Besuchstage.
Ich bin immer noch verwirrt, aber auf einem deutlich höheren Niveau.
Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir …
— Khalil Gibran