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Sprüche über Menschen

1311 Sprüche — Seite 6

In keinem anderen Bereich wird so viel vom eigenen Wesen sichtbar wie im Umgang mit anderen Menschen. Beziehungen enthüllen, was allein verborgen bleibt: Geduld und Jähzorn, Großzügigkeit und Kleinlichkeit, die Fähigkeit zur Bindung und die Neigung zum Rückzug. Deshalb ist das Miteinander eine der aufschlussreichsten Schulen des Lebens.

Was Menschen füreinander bedeuten können, erschließt sich nie vollständig im ersten Blick. Die Sprüche zu diesem Thema beleuchten das vielschichtige Wesen menschlicher Begegnung: die Nähe, die trägt, den Widerstand, der reift, und jenes stille Erstaunen, das entsteht, wenn ein anderer einem das zeigt, was man allein nicht sehen konnte.

  1. Der Wein heilt und erfreut den Menschen mit seiner wohltuenden Wärme und großen Kraft.

    Hildegard von Bingen

  2. Religion ist die philosophische Poesie der Welt. Bei ihrer Gestaltung waren die poetischen und philosophischen Kräfte des Menschen zugleich tätig. Sie zu missachten ist darum immer eine Rohheit.

    August Pauly

  3. Wer eine gute Sache, die er den Menschen anbietet, selbst niedrig einschätzt, der sendet eine Kraft von sich, die auch andere seine gute Sache missachten lehrt.

    Prentice Mulford

  4. Kämpft der Sperling einmal, dann fürchtet er auch den Menschen nicht.

  5. Die bittersten Worte, die Menschen einander sagen, wirken selten so entzweiend wie die ungesprochenen, die der eine vom anderen vergeblich erwartet.

    Hans Carossa

  6. Man findet sein eigenes Leben gleich viel schöner, wenn man aufhört, es mit dem Leben der Leute von neben an zu vergleichen.

  7. Ich fürchte, die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen, das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat.

    Friedrich Nietzsche

  8. Wenn alle Leute nur dann redeten, wenn sie etwas zu sagen haben, würden die Menschen sehr bald den Gebrauch der Sprache verlieren.

    William Shakespeare

  9. Eine Maschine kann die Arbeit von fünf gewöhnlichen Menschen leisten, aber sie kann nicht einen einzigen außergewöhnlichen ersetzen.

    Elbert Green Hubbard

  10. Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was er dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er dir …

    Khalil Gibran

  11. Der Mensch hat das Netz des Lebens nicht gewebt, er ist nur ein Strang dieses Netzes. Was immer er dem Netz antut, tut er sich selbst an.

  12. Eine goldene Regel: Man muß die Menschen nicht nach ihren Meinungen beurteilen, sondern nach dem, was diese Meinungen aus ihnen machen

    Georg Christoph Lichtenberg

  13. Die meisten Menschen haben keine Meinung; sie muss durch Druck von außen in sie hineingepresst werden.

    José Ortega y Gasset

  14. Wenn mich die vernünftige Auffassung eines Menschen völlig überzeugt, so wird sie zu meiner eigenen.

    Jonathan Swift

  15. Wenn du einen guten Menschen siehst, versuche, seinem Beispiel zu folgen; und wenn du einen schlechten Menschen siehst, vergewissere dich, dass du nicht seine Fehler hast.

    Konfuzius

  16. Eine Religion, die den Menschen finster macht, ist falsch, denn er muss Gott mit frohem Herzen und ohne Zwang dienen.

    Immanuel Kant

  17. Wer das wenigste weiß, hat oft das meiste zu sagen

  18. Jede Rohheit hat ihren Ursprung in einer Schwäche.

    Seneca

  19. Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.

    George Bernard Shaw

  20. Man muss aus dem Menschen etwas herausbringen, und nicht in ihn hinein.

    Friedrich Fröbel