November Sprüche
1057 Sprüche — Seite 3
"Alles geht vorüber". Wie unterschiedlich ist doch die Bedeutung dieses Satzes! In einer glücklichen Stunde wirkt er ernüchternd. Angesichts von Kummer und Schmerz hingegen, tröstlich.
— Abraham Lincoln
Wenn du die Einsamkeit fürchtest, versuche nicht gerecht zu sein.
— Jules Renard
Im Unglück lernt man sich selbst am besten kennen, weil man nicht mehr durch Freunde abgelenkt wird.
— Samuel Johnson
Die Freundschaft, die zu einem Ende kommen kann, hat nie richtig angefangen.
— Publius Syrus
Es ist schwerer, eine Träne zu stillen, als tausend zu vergiessen.
Das Land, das die Fremden nicht beschützt, ist zum Untergang verurteilt.
— Johann Wolfgang von Goethe
Hoffnung ist scheinbar endlos wie der Ozean, doch jeder Ozean endet irgendwann an einer Küste.
Du bist ins Leere entschwunden, aber im Blau des Himmels hast du eine unfassbare Spur zurückgelassen, im Wehen des Windes unter Schatten ein unsichtbares Bild.
— Rabindranath Tagore
Trauer kann man nicht sehen, nicht hören, kann sie nur fühlen. Sie ist ein Nebel, ohne Umrisse. Man möchte diesen Nebel packen und fortschieben, aber die Hand fasst ins Leere.
Entfernung ist nichts. Sich nah zu sein ist eine Sache des Herzens.
Zahlen sind Symbole des Vergänglichen.
— Oswald Spengler
Glanz und Ehren mit Hochmut gepaart, ziehen sich selbst ins Verderben.
— Laotse
Die Gleichgültigkeit ist wie das Eis an den Polen: Sie tötet alles.
— Honoré de Balzac
Wie das Wetter an Maria Himmelfahrt, so der ganze Herbst sein mag. (15. August)
Man sagt "in jungen Jahren" und "in alten Tagen". Weil die Jugend Jahre und das Alter nur noch Tage vor sich hat.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Die Herzen, die sich am schnellsten geben, nehmen sich am schnellsten zurück.
Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod, wo sind nun deine Schrecken? Jesus lebt und wird auch mich von dem Tode auferwecken.
— Christian Fürchtegott Gellert
Heiraten tut nicht halb so weh wie Alleinsein.
— John Knittel
Wünsche dir entflohene Stunden, helle Freuden nicht zurück; denn das Glück ist nie entschwunden; was verschwindet, ist kein Glück.
— L. Schnabel
Man kann auch die Gesellschaft einem Feuer vergleichen, an welchem der Kluge sich in gehöriger Entfernung wärmt; nicht aber hineingreift wie der Tor, der dann, nachdem er sich verbrannt hat, in di …
— Arthur Schopenhauer
Der Mensch ist derart in den Menschen verliebt, dass er, wenn er der Stadt entflieht, doch wieder die Menge sucht, d. h., er will die Stadt auch auf dem Lande wiederherstellen.
— Charles Baudelaire
Die Menschen kann man entbehren, aber mancher braucht einen Freund.
Gibt es denn eine Welle, die für sich allein ist im Weltmeer?
Wer den schlechtesten Gebrauch von seiner Zeit macht, jammert am meisten, dass sie so knapp ist.
— Jean de la Bruyère
Die Natur scheint es weise eingerichtet zu haben, dass die Torheiten der Menschen schnell vorübergehen; doch die Bücher verewigen diese.
— Michel de Montaigne
Man ist nur einmal jung. Aber wie lange dieses eine Mal dauert, das ist die Frage.
Lorent im Sonnenschein, wird der Herbst gesegnet sein. (05. Sept.)
Man muss sich beeilen, wenn man etwas sehen will, alles verschwindet
— Paul Cezanne
Glück ist ein illusorischer Zustand, ein sich Anklammern an Vergängliches
— John Knittel
Der Mensch steht heute vor der Alternative: Untergang des Menschen oder Wandlung des Menschen.
— Karl Theodor Jaspers
Wer darauf wartet, für wichtige Dinge Zeit zu haben, dem läuft sie davon.
— Else Pannek
Man soll dort bleiben,wo man sich glücklich fühlt. Glück ist ein transportempfindliches Möbelstück.
— William Somerset Maugham
Liebe ist ein Glas, das zerbricht, wenn man es zu unsicher oder zu fest anfasst.
Geduld ist die Stütze der Schwäche, Ungeduld der Ruin der Stärke.
— Charles Caleb Colton
Das Schöne, das sterblich ist, vergeht, aber nicht das Kunstwerk.
— Leonardo da Vinci
Es gibt nichts, das so absolut ist wie Zeit und nichts, das so relativ ist wie ihre Dauer.
— Josef Bordat
Alles ist eine Modesache: Gottesfurcht ist eine Modesache und die Liebe und die Krinoline und ein Ring in der Nase
— Sören Kierkegaard
Alles zerfällt im Augenblick, wenn man nicht ein Dasein erschaffen hat, das über dem Sarge noch fortdauert. Um wen bei seinem Alter Söhne, Enkel und Urenkel stehen, der wird oft tausend Jahre alt.
— Adalbert Stifter
Unglückliches Geschick der Menschen! Kaum ist der Geist zu seiner Reife gelangt, beginnt der Körper dahinzuwelken.
— Charles-Louis de Montesquieu
Es gibt Diebe, die nicht bestraft werden und einem doch das kostbarste stehlen: die Zeit.
— Napoleon