971 Sprüche — Seite 10
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Leben? Wohl dem, dem es spendet Arbeit, Freunde, täglich Brot. Doch das Beste, was es sendet, ist das Wissen, dass es endet, ist der Ausgang, ist der Tod.
— Theodor Fontane
Wenn wir wollen, dass es in der kleinsten Strohhütte wie in der ganzen Welt besser gehe, so müssen wir das, was wir dazu beitragen können, selbst tun.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Mit Ausdauer kam auch die Schnecke noch in die Arche.
Wer den Fuchs fangen will, muss mit den Hühnern aufstehen
Beurteile einen Tag nicht danach, welche Ernte du am Abend eingefahren hast. Sondern danach, welche Samen du gesät hast.
— Robert Louis Stevenson
Die Arbeit ist eine Quelle der Gesundheit.
— Carl Hilty
Steile Berge hinaufsteigen fordert im Anfang langsame Schritte.
Auch von Arbeit kann man leben, aber reich wird man durch Handel
Ein Mathematiker ist ein Gerät, das Kaffee in Behauptungen umwandelt.
Freude an der Arbeit läßt das Werk trefflich geraten.
— Aristoteles
Man soll nie zuschauen, man soll Zeuge sein und mittun und Verantwortung tragen.
— Antoine de Saint-Exupéry
Menschen, die bloß arbeiten, finden keine Zeit zum Träumen. Nur wer träumt, gelangt zur Weisheit.
Sind Rüben auf dem Markt gefragt, muß man sie nicht waschen.
Der wahre Preis einer Sache ist die Mühe und Plage, ihn zu erarbeiten.
— Adam Smith
Der größte Sinnesgenuss, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.
— Immanuel Kant
Der eine hat Arbeit und Fleiß, der andere Nutzen und Preis.
Krankheit ist für die Trägen ein Fest, denn sie enthebt sie der Arbeit.
— Antiphon
Arbeiten bringt Brot - faulenzen Hungersnot.
Ich halte nichts vom Recht des Menschen auf Arbeit; ich halte es lieber für das größte Recht des Menschen, nichts zu tun.
— Gioacchino Rossini
Der Bettler schlägt kein Almosen, der Hund keine Bratwurst, der Krämer keine Lüge aus.