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Sprüche über Arbeit

1107 Sprüche — Seite 44

Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.

Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.

  1. Das Pferd will wohl den Hafer, aber nicht den Sattel.

  2. Das Pferd, das den Hafer verdient, kriegt dessen wenig.

  3. Wer sein eigen Pferd reiten will, muss seinen eigenen Hafer füttern.

  4. Das Pferd, das am besten zieht, bekommt die meisten Schläge.

  5. Wenn das Pferd zu alt ist, spannt man's in den Karren.

  6. Man muss mit den Pferden pflügen, die man hat.

  7. Wer mehr hinter als vor die Rosse legt, wird nicht lange fahren.

  8. Will das Roß nicht mehr ziehen, fällt es dem Schinder anheim.

  9. Mit unwilligen Rossen ist nicht gut zu Acker fahren.

  10. Man soll die Schafe scheren, aber nicht rupfen.

  11. Wer die Schafe schiert, dem wird die Wolle.

  12. Spatzenarbeit - Finkenlohn.

  13. Kleinvieh macht auch Mist.

  14. Gibst du deinem Vieh, so gibt es dir wieder.

  15. Ein Handwerksmann kann einen Rentner ausziehen.

  16. Ein schlechtes Handwerk, das seinen Meister nicht nährt.

  17. Es ist ein gut Handwerk, es lohnt aber übel.

  18. Seines Handwerks soll sich niemand schämen.

  19. Wer viel Handwerke zugleich lernt, der lernt selten eins wohl.

  20. So weit Handwerksgewohnheit geht, so weit kann sich ein Handwerksmann helfen.