Sprüche über Arbeit
1107 Sprüche — Seite 21
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Die größten Aufgaben, die das Leben stellt, werden nicht nur durch Arbeit und Fleiß gelöst, sondern es muß eine Lust hinzukommen, die diese Arbeit zwingend macht.
— Ernst Thälmann
Es gibt nichts, worunter das Arbeitsklima so leidet, wie unter ständiger Arbeit
Disziplin ist die Fähigkeit, dümmer zu erscheinen als der Chef.
Ein schlechtes Gedächtnis ist oft Voraussetzung für eine gute Karriere
Nicht auf seine Leut' aufpassen, heisst, den Geldsack offen lassen.
Wer einen Computer hat braucht keine Feinde mehr.
Ordnung machen ist nicht schwer, Ordnung halten aber sehr.
Wenn der Dreck Mist wird, will er gefahren sein
Man soll das Eisen schmieden, weil es heiß ist
Gezwungen trägt der Esel Säcke - ledig tät er keinen Schritt!
Kühler Mai - eine alte Regel - beschert viel Arbeit für Kelter und Flegel.
Ohne beständige Arbeit der Selbstbestimmung und Selbstprüfung schreiten die menschlichen Dinge nicht vorwärts.
— Heinrich von Treitschke
Lernt einsehen, daß man bei Entschlüssen mit der Tat anfangen muß
— Franz Grillparzer
Würde bringt Bürde
Der Eifer der Arbeit wirkt oft in einer Stunde mehr als der mechanische, schläfrige Fleiß in drei Stunden.
— Christian Fürchtegott Gellert
Die Freiheit wird einem nicht angeboren, sie wird nicht geschenkt, sie will erarbeitet werden.
— Friedrich Adolf Wilhelm Diesterweg
Wenn andere sich abmühen, tun manche so, als ob sie die Arbeit leisteten
— Aesop
Wer viel anfängt, endet wenig
Was man so manchem übelnimmt: dass er den Wert seiner Arbeit kennt.
— Otto Weiss
Wenn Amtsgeheimnisse gelüftet werden, gibt es Stunk.
— Joachim Ringelnatz