Sprüche über Arbeit
1107 Sprüche — Seite 28
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Der Abschied von einer langen und wichtigen Arbeit ist immer mehr traurig als erfreulich.
— Friedrich von Schiller
Ein blinder Hausmeister findet auch mal 'ne kaputte Birne
Ein Ochs, der viel brüllt, zieht wenig
Wo deine Gaben liegen, da liegen auch deine Aufgaben
Neue Besen kehren gut
Sich regen bringt Segen
Selbst ist der Mann! So spricht, wer was kann.
Geh' treu und redlich durch die Welt, das ist das beste Reisegeld.
Wer mit dem Leben spielt, kommt nie zurecht, wer nicht sich selbst befiehlt, bleibt immer Knecht.
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer die Arbeit kennt und tut sie nicht, der bleibt fürwahr ein armer Wicht.
Das Schaf trägt sich selbst keine Wolle.
Viele Köche verderben die Köchin!
Täglich, bei aller Mühe und Arbeit, sehe ich, dass nicht mein Wille, sondern der Wille einer höheren Macht geschieht, deren Gedanken nicht meine Gedanken sind.
— Johann Wolfgang von Goethe
Am Befehlston knapp und kurz, erkennt man den Kasernenfurz.
Arbeit ist eine der besten Erzieher des Charakters.
— Samuel Smiles
Wer früh aufsteht, wird reich.
Bücke dich lieber dreimal zuviel als einmal zu wenig.
Wenn die Drescher Feierabend haben, liegen die Flegel auf dem Tisch
Man darf wohl die Lust erstreben, die hinter der Anstrengung liegt, aber nicht die, welche davor liegt.
— Antisthenes
Subordiniert - das ist die schlechte Arbeit von gestern. Koordiniert - das ist die gute Arbeit von morgen
— Kurt Tucholsky