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Sprüche über Arbeit

1107 Sprüche — Seite 55

Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.

Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.

  1. Aus gutem Grund steht das Wort Erfolg erst hinter dem Wort Arbeit in jedem Wörterbuch

  2. Wer Schweine aufzieht, ist ein produktives, wer Familienmitglieder aufzieht ein unproduktives Mitglied unserer Gesellschaft

    Friedrich List

  3. Die größte Freude des Geistes, der arbeitet, besteht in dem Gedanken an die Arbeit, die später die anderen leisten werden.

    Hippolyte Taine

  4. Gottes Arbeit auf Gottes Art getan, wird es niemals an Gottes Unterstützung mangeln.

    James Hudson Taylor

  5. Missionsdienst ist der edelste Dienst, dem Sterbliche sich widmen können. Engel würden sich freuen, wenn es ihnen gestattet wäre, an solch herrlichem Werke teilzuhaben.

    James Hudson Taylor

  6. Selbstständig wirken ist Leben; mechanisch tun müssen Tod

    Johann Jakob Wilhelm Heinse

  7. Jede Erfindung, welche dem Menschen die Mühe einer mechanischen Arbeit abnimmt, erweitert für ihn die Möglichkeit seines geistigen freien Schaffens und Wirkens und gestattet ihm damit eine Ausnutzung …

    Fanny Lewald

  8. Viele wollen nicht zur Ruhe kommen, um nicht das erledigen zu müssen, was sie für eine Phase der Ruhe aufgeschoben haben.

    Henriette Wilhelmine Hanke

  9. Die Wirklichkeit des Lebens besteht nicht aus Gefühl, sondern aus Aktivität

    Simone Weil

  10. Je mehr Einsicht, desto mehr Ein- und Zustimmung wird das Leben uns abgewinnen, wenn es auch noch mehr Arbeit fordert.

    Rahel Varnhagen von Ense

  11. Das Alltägliche genügt, um es zu tun. Soll man auch noch davon reden?

    Philipp Otto Runge

  12. Jedem Arzt geht es schlecht, wenn es niemandem schlecht geht.

    Philemon

  13. Die Kunst besteht darin, nichts zu tun, aber unersetzlich zu wirken.

    Kin Hubbard

  14. Nichts hassen Leute, die im Dienste der Öffentlichkeit stehen, so sehr, wie der Öffentlichkeit zu dienen

    Kin Hubbard

  15. An großen Dingen misst man kleine Leute.

    August Pauly

  16. Arbeit ist eigentlich nur das, was andern nutzt.

    Theresa Keiter

  17. Die kräftigste Gegenwirkung gegen die Entwicklung der Begehrlichkeit und Genußsucht ist die Gewöhnung an tüchtige Tätigkeit.

    Friedrich Paulsen

  18. Arbeiten sollen wir tun um unsere Wert- und Wesensteigerung.

    Friedrich Paulsen

  19. Was wir selbst geschaffen haben, freut uns mehr als fremde Gaben.

    Heinrich Martin

  20. Kannst du das Beste nicht erreichen, so sollst Du doch dem Guten gleichen.

    Heinrich Martin