Sprüche über Arbeit
1107 Sprüche — Seite 5
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Solange ich gekonnt, habe ich gearbeitet, wird’s Feierabend früher als gedacht, nun, in Gottes Namen.
— Adolph Kolping
Es gibt nur eine Ausflucht vor der Arbeit: Andere für sich arbeiten zu lassen.
— Immanuel Kant
Wenn die Arbeit ein Vergnügen ist, wird das Leben zur Freude.
— Maxim Gorki
Den Frieden kann man weder in der Arbeit noch im Vergnügen, weder in der Welt noch in einem Kloster, sondern nur in der eigenen Seele finden.
— William Somerset Maugham
Einzig um zu Besitz zu kommen bringt sich der Mensch durch Arbeit ins Grab
— Oscar Wilde
Wenn man die Kleider auszieht, soll man auch die Sorgen ausziehen.
Wer einen Tag vollendet hat in irgendeinem Tagewerk, der hat einen Acker bestellt für die Ewigkeit
— Gottfried Keller
Arbeit macht das Leben süß, macht es nie zur Last, der nur hat Bekümmernis, der die Arbeit hasst.
Wer vorher nicht reich gewesen, dem tut die Arbeit nicht wehe.
Es ist bös, arbeiten und Wasser trinken.
Gebet ohne Innigkeit ist verlorene Arbeit.
Den Feierabend muss man am Morgen suchen.
Prahl nicht heute: Morgen will dieses oder jenes ich tun. Schweige doch bis morgen, sage dann: Dies tat ich nun!
— Friedrich Rückert
Merkmal großer Menschen ist, dass sie an andere weit geringere Anforderungen stellen als an sich selbst.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Mäßigkeit und Arbeit sind die wahren Ärzte des Menschen
— Jean-Jacques Rousseau
Keine Arbeit im Dienste der Forschung ist nutzlos, selbst dann nicht, wenn sie von falschen Voraussetzungen ausgeht.
— Fridtjof Nansen
Menschen von Genie zeichnen sich in ihrem Beruf nicht aus, weil sie darin arbeiten, sondern sie arbeiten darin, weil sie sich auszeichnen.
— William Hazlitt
Eines Arbeiters Lohn kommt zur Tür herein und verschwindet im Kamin.
Solange der Künstler arbeitet, um ein reicher Mann zu werden, wird er immer ein armseliger Künstler bleiben.
— Michelangelo
Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte, und die vierte verkommt.
— Otto von Bismarck