971 Sprüche — Seite 17
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Möge die Freude dein Herz erwärmen, wenn du an deine Arbeit gehst.
Viel Gebet und wenig Werke.
Wenn der Fuchs darauf wartet, dass die Hühner von der Stange fallen, geht er hungrig nach Hause
Zur Beruhigung der Gemüter trägt angemessene Beschäftigung viel bei.
— Wilhelm von Humboldt
Die Leute verderben ihre Angelegenheiten oft kurz vor deren Vollendung. Wer am Ende seiner Arbeit achtsam ist wie zu Beginn, der verdirbt nichts
— Laotse
Betrachten sie mich nicht als ihren Chef, sondern als guten Freund, der immer recht hat.
Welch himmlischer Beruf die Kunst ist!
— Felix Mendelssohn Bartholdy
Mein Vater lehrte mich zu arbeiten, aber er hat mich nicht gelehrt, es gern zu tun.
— Abraham Lincoln
Wen du nicht mit Können beeindrucken kannst, den verwirre mit Schwachsinn!
Zum Geburtstag recht viel Glück, immer vorwärts, nie zurück, wenig Arbeit und recht viel Geld, große Reisen in die Welt, jeden Tag gesund sich fühlen, sechs Richtige im Lotto spielen, ab und zu …
Also geht alles zu Ende allhier: Feder, Tinte, Tobak und auch wir. Zum letztenmal wird eingetunkt, dann kommt der große schwarze Punkt.
— Wilhelm Busch
Arbeiten im Lande ist besser als in der Wüste beten.
— Martin Luther
Liebe ist schwer. Lieb haben von Mensch zu Mensch: Das ist vielleicht das Schwerste, was uns aufgegeben ist, das Äußerste, die letzte Probe und Prüfung, die Arbeit, für die alle andere Arbeit nur …
— Rainer Maria Rilke
Keiner weiss, was er hier tut, aber alle nennen ihn Chef!
Gedenke meiner nah und fern, gedenke meiner oft und gern! Gedenke meiner, wenn du bei Erdäpfeln sitzt, und wenn du einmal bei der Arbeit schwitzt.
Es ist kein Meister so gut, er findet einen über sich.
Die Arbeit: eine fortschreitende und anhäufende Kraft, die Zinsen trägt wie das Kapital sowohl hinsichtlich der Fähigkeiten als auch der Ergebnisse.
— Charles Baudelaire
In eine glückliche Beschäftigung versunken, empfinden wir einen flüchtigen Vorgeschmack der Ewigkeit
— José Ortega y Gasset
Arbeit schändet nicht.
— Hesiod
Allen ist die Arbeit heilig, nur Verrückte haben's eilig.