971 Sprüche — Seite 12
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Kein Werk ist zu niedrig, das aus Liebe getan wird.
— Achim von Arnim
Wer sich des Fragens schämt, der schämt sich des Lernens
Es sind nicht alle Jäger, die das Horn gut blasen.
Bete und arbeite.
Kinderzeugen ist keine Zwangsarbeit.
Der größte Sinnesgenuss, der gar keine Beimischung von Ekel bei sich führt, ist, im gesunden Zustande, Ruhe nach der Arbeit.
— Immanuel Kant
Der eine hat Arbeit und Fleiß, der andere Nutzen und Preis.
Die Arbeit, die tüchtige, intensive Arbeit, die einen ganz in Anspruch nimmt mit Hirn und Nerven, ist doch der größte Genuß im Leben.
— Rosa Luxemburg
Es hilft nichts, das Unvollkommene heutiger Wirklichkeit zu höhnen oder das Absolute als Tagesprogramm zu predigen. Lasst uns stattdessen durch Kritik und Mitarbeit die Verhältnisse Schritt für Schrit …
— Gustav Walter Heinemann
Der wahre Preis einer Sache ist die Mühe und Plage, ihn zu erarbeiten.
— Adam Smith
Wer nie ein Knecht gewesen, kann auch kein guter Herr sein.
Ein Gramm Beispiel gilt mehr als ein Zentner guter Worte.
— Franz von Sales
Morgenfrühe gewährt ein Drittel immer vom Tagwerk
— Hesiod
Jag' du die Arbeit, sonst jagt sie dich.
Nach den Jahren der Last kommt die Last der Jahre
— Johann Wolfgang von Goethe
Wer niemals anfängt, bringt niemals etwas zu Stande
Erfülle jederzeit deine Pflicht, und wenn es dir schwer fällt, dann murre nicht. Nur den erquickt des Abends Rast der freudig trug des Tages Last.
Gegenüber der Fähigkeit, die Arbeit eines einzigen Tages sinnvoll zu ordnen, ist alles andere im Leben ein Kinderspiel.
— Johann Wolfgang von Goethe
All Labsal, was uns hier beschieden, fällt nur im Kampf und Streit uns zu; nur in der Arbeit wohnt der Frieden, und in der Mühe wohnt die Ruh.
— Theodor Fontane
Wer sich des Brotes freuen will, muss guten Teig sich kneten, wer sich des Gartens freuen will, der muss das Unkraut jäten. Wer sich des Lebens freuen will, muss arbeiten und beten.
— Robert Reinick