971 Sprüche — Seite 9
Mehr als Pflicht, Broterwerb oder bloße Beschäftigung ist Arbeit eine Form, Spuren in der Welt zu hinterlassen. In ihr zeigen sich Ehrgeiz, Können, Ausdauer und die Frage, ob Mühe nur belastet oder auch Sinn stiftet. Deshalb berührt dieses Thema den Alltag ebenso wie das Selbstbild eines Menschen.
Sein Gewicht erhält es dort, wo Tun und Haltung miteinander verbunden sind – wo aus Anstrengung nicht bloß Ergebnis, sondern auch Charakter wächst. Fleiß und Berufung, Last und stille Erfüllung: Kaum ein Thema wirft so ehrlich die Frage auf, ob man das Richtige tut und ob das Richtige gut genug getan wird.
Der Faden ist aller Knäuel Anfang.
Was man mit dem Mund verdienen kann, dafür braucht man mit den Händen nicht zu arbeiten.
Ich kann alles, wir müssen nur das Niveau senken.
Beamte dürfen nichts annehmen ... nicht einmal Vernunft.
Unser Abteilungsleiter: Er denkt sehr langsam! Er spricht sehr langsam! Er schafft sehr langsam! Er schwitzt sehr schnell!
Denken Sie die richtigen Gedanken, und Ihre Arbeit - jede Arbeit - wird weniger unerfreulich sein.
— Arthur Schopenhauer
Geld verdienen ist schon schwer, Geld erhalten noch viel mehr
— Wilhelm Busch
Unkraut ist alles, was nach dem Jäten wieder wächst.
— Mark Twain
Kampf der Arbeitslosigkeit: Teile deine Arbeit so sorgfältig ein, dass für die anderen Kollegen genug übrigbleibt.
Sieh auf die Natur: Sie ist beständig in Aktion, steht nie still, und doch schweigt sie.
— Mahatma Gandhi
Wenn Arbeit so leicht wäre, so tät's der Bürgermeister selbst
Es kommt nicht auf die Arbeit an, die du verrichtest, sondern auf die Liebe, mit der du sie verrichtest.
— Johann Geiler von Kayserberg
Ist deine Seele von Undank wund, mach dich mit Spaten und Harke gesund. Ein Stück Erde, mit Liebe bestellt, beweist dir immer, dass Dank in der Welt.
Mit Ausdauer kam auch die Schnecke noch in die Arche.
Wenn wir wollen, dass es in der kleinsten Strohhütte wie in der ganzen Welt besser gehe, so müssen wir das, was wir dazu beitragen können, selbst tun.
— Johann Heinrich Pestalozzi
Glück kann das Abendläuten, das Ruhen nach schwerem Tagwerk bedeuten. Glück läßt sich nicht erjagen, erfragen, Glück muss man tief im Innern tragen, und nicht bei den Sternen, und nicht in den Fer …
Leben? Wohl dem, dem es spendet Arbeit, Freunde, täglich Brot. Doch das Beste, was es sendet, ist das Wissen, dass es endet, ist der Ausgang, ist der Tod.
— Theodor Fontane
Der Arbeiter soll seine Pflicht tun; der Arbeitgeber soll mehr tun als seine Pflicht.
— Marie von Ebner-Eschenbach
Ein schäbiges Kamel trägt immer noch die Lasten vieler Esel
— Johann Wolfgang von Goethe
Eine kurze Rast hält nie auf.