März Sprüche
1927 Sprüche — Seite 36
Die Katze läßt das Mausen nicht.
Katzenkinder lernen wohl mausen.
Keine Katze so glatt, sie hat scharfe Nägel.
So man nicht Kauzen hat, muss man mit Eulen beizen.
Er wird ein gelehrter Kauz werden, wenn er unter die Stoßvögel kommt.
Eine Krähe hackt der anderen kein Aug aus.
Eine Krähe heckt keine Turteltaube.
Die Krähe will's mit dem Adler wagen.
Die Krähe läßt ihr hüpfen nicht.
Fliegende Krähe findet allzeit etwas.
Den Krebs straft man nicht mit ersäufen.
Krebse man ißt, wenn kein R im Monat ist.
Der Kuckuck ruft seinen eigenen Namen.
Alle Kühe sind Kälber gewesen.
Vier Kühe gewartet sind besser als acht schlecht gewartet.
Es gibt mehr als eine bunte Kuh.
Wenig Kühe, wenig Mühe.
Der da hat die Kühe, der hab' auch die Mühe.
Schenkt man dir die Kuh, lauf mit dem Halfter zu.
St. Niklas beschert die Kuh, aber nicht den Strick dazu.
Lamm, Lamm! ist des Wolfes Vesperglocke.
Wenn Lämmer einmal neben Wölfen grasen, scheint eine andere Sonne.
Steht er doch da, als wenn er lammen wollte!
Man braucht nicht Läuse in den Pelz zu setzen, sie kommen von selber hinein.
Wenn die Laus einmal im Pelz sitzt, so ist sie schwer wieder herauszubringen.
Sie vermachen sich wie die Läuse im Pelz.
Die Laus, die erst in den Pelz kommt, ist schlimmer, als die darin gewachsen ist.
Wer lausig ist, wird bald grindig.
Die Laus weidet im Grinde sich fett und geht im alten Pelz auf Stelzen.
Er kann einer Laus ein Paar Stelzen machen.
Er prangt wie die Laus auf einem Samtkragen.
Marsch in dein Winterquartier, sprach der Wachtmeister zu der Laus, als er sie vom Bart unter die Hemdkrause setzte.
Viele wollen eine Laus schinden und wissen noch nicht, wie viel Füße sie hat.
Er schindet die Laus des Balges wegen.
Es geht ihm wie einer Laus zwischen zwei Balken.
Man könnt' ihr auf dem Fleisch eine Laus knicken.
Die Liebe ist wie der Tau, sie fällt auf Rosen und Kuhfladen.
Wenn der Löwe brüllt, so zittert der Wald.
Kleine Mäuse haben auch Ohren.
Wer selbst mausen kann, der braucht keine Katzen.