März Sprüche
1927 Sprüche — Seite 38
Es muss ein Loch geben, bevor der Wind durchpfeifen kann.
Ein Unwetter währt keinen ganzen Tag.
— Laotse
Die Jugend zeigt den Mann an, so wie der Morgen den Tag ankündigt.
— John Milton
Die menschliche Hand bedeutet menschliche Macht: Mit dem durchgeistigten Handeln der Hand ist der Mensch der Natur gegenüber gefährlich geworden.
— Oswald Spengler
Es liegt tief in der Natur des Menschen, dass er alles essen will, was er liebt.
— Oswald Spengler
Der Mensch, der gleicht dem Aprilwetter, welches bald schön, bald wild, bald warm, bald kalt, bald trocken, bald naß, bald Sonne, bald Regen, bald Riesel, bald Schnee, bald Blumen, bald Klee.
— Abraham a Sancta Clara
Es ist nicht kalt, wenn es schneit, es ist nur kalt, wenn es taut.
Genaugenommen ist das Dichten ein Naturvorgang; wie der Apfel auf dem Baum reift und wie das Ei aus der Henne kommt, so reift das Werk im Dichter, und so bewegt es sich aus ihm heraus.
— Victor Auburtin
Man kann beobachten, dass eines jeden Menschen Sehnsucht nach derjenigen Gegend reist, in welcher er das meiste und kräftigste Licht und die sattesten Farben wahrgenommen hat.
— Carl Spitteler
Der Frosch im Brunnen ahnt nichts von der Weite des Meeres.
Wer bist du, Mensch? Ein Garten voller Disteln. Is nit gnug das. Eine Rose voller Dornen. Is noch nit gnug. Ein Himmel voller Finsternis.
— Abraham a Sancta Clara
Gnade und Tugend bilden die Ordnung der Natur nach, die kraft göttlicher Weisheit gegründet ist.
— Thomas von Aquin
Die Welt ist wie ein Meer; ein jeder geht und fischt, nur dass den Walfisch der, den Stockfisch er erwischt.
— Friedrich von Logau
Es gibt nichts Wunderbareres, nichts, was die Weisheit des Schöpfers bei den Verständigen heller bezeugt, als die Bewegung der fünf Planeten.
— Johannes Kepler
In jedem Aug', in dem die Liebe glüht, ist auch die Blume Schönheit aufgeblüht.
— Otto von Leixner
Man mag über Naturschönheiten die Achseln zucken, es ist doch herrlich für ein Volk, ein schönes Land zu besitzen, wenn es auch arm ist.
— Fridtjof Nansen
Willst du einen guten Ruf haben, so triff niemals die Sonne in deinem Bett
Rosen pflücke, Rosen blühn Morgen ist nicht heut! Keine Stunde laß entfliehen, Flüchtig ist die Zeit!
— Johann Wilhelm Ludwig Gleim
Alle Wesen leben vom Lichte, jedes glückliche Geschöpf, die Pflanze selbst, kehrt freudig sich zum Licht.
— Friedrich von Schiller
Auf dem Heu und in dem Stroh, ward schon manches Mägdlein froh.
Beim Dreschen lass das Rauchen sein, sonst atmest Du den Brandrauch ein.
Eine Sau mit kalten Füssen, kann als Eisbein man geniessen
Es trinkt der Mensch, es säuft das Pferd, in Bayern ist das umgekehrt
Fällt der Baum beim ersten Streich, war bestimmt der Baumstamm weich.
Haben die Kühe nichts zu fressen, hat sie der Bauer wohl vergessen.
Hat der Bauer kalte Socken, wird er wohl im Kühlschrank hocken
Hebt ein Tier am Baum ein Bein, weiss man gleich, das ist kein Schwein
Ist die Viehzucht aufgegeben, heisst es von Touristen leben
Kippt der Bauer Milch in'n Tank, wird der Trecker sterbenskrank!
Liegt des Bauern Uhr im Mist, weiß er nicht wie spät es ist.
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide.
Nimmt die Magd die Eier fort, schrein die Hühner: "Kindermord!"
Schmeißt der Knecht die Hose hin, liegt die Magd im Heu schon drin
Sind die Eier plötzlich eckig - gehts den Hühnern richtig dreckig.
Sind die Hühner platt wie Teller, war der Traktor sicher schneller
Stinkt der Bauer arg nach Mist, gibt's zum Nachtisch Ehezwist.
Trinkt der Bauer und fährt Traktor, wird er zum Gefahrenfaktor!
Verliert der Bauer seine Hose, war bestimmt der Gummi lose.
Wenn Bauern in die Jauche segeln, helfen keine Bauernregeln.
Wenn die Bäurin tobt, der Bauer zittert, hat sie das mit der Magd gewittert