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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 12

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Menschen miteinander gibt es nicht. Es gibt nur Menschen, die herrschen, und solche, die beherrscht werden

    Kurt Tucholsky

  2. Man muss sich nie zu dem gesellen, durch den man in den Schatten gestellt wird.

    Baltasar Gracián y Morales

  3. Über das Ziel hinausschießen ist eben so schlimm, wie nicht ans Ziel kommen.

    Konfuzius

  4. Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele

    Marcus Tullius Cicero

  5. Arroganz ist das Selbstbewusstsein des Minderwertigkeitskomplexes

    Edmond Rostand

  6. Auf Erden lebt kein Menschenkind, an dem man keinen Mangel find't

  7. Zwischen Siegern und Besiegten kann es keine erfolgreiche Koalition geben.

    Tacitus

  8. Es verrät Schwäche, bei kleinen Anlässen große Hebel in Bewegung zu setzen.

    Ernst von Feuchtersleben

  9. Jedermann klagt über sein Gedächtnis, niemand über seinen Verstand.

    François de la Rochefoucauld

  10. Jedem Besiegten wird es schwer, den Grund seiner Niederlage an der einzig richtigen Stelle, nämlich in sich selbst zu suchen.

    Theodor Fontane

  11. Das Gift, an dem die schwächere Natur zugrunde geht, ist für den Starken Stärkung, und er nennt es auch nicht Gift

    Friedrich Nietzsche

  12. Ein Kind erträgt Veränderungen, die ein Mann nicht ertragen würde.

    Jean-Jacques Rousseau

  13. Man ist am meisten in Gefahr, überfahren zu werden, wenn man eben einem Wagen ausgewichen ist.

    Friedrich Nietzsche

  14. Besser auf neuen Wegen etwas stolpern als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten.

  15. Sei nicht ganz Zucker, oder die Welt wird dich verschlucken! Sei nicht ganz Wermut, oder sie wird dich ausspucken!

  16. Wer Vorstellungskraft ohne Wissen besitzt, hat Flügel und keine Füße.

    Joseph Joubert

  17. Die Frauen sind nicht zum Laufen geschaffen... Wenn sie fliehen, dann nur, um eingeholt zu werden

    Jean-Jacques Rousseau

  18. Wer sich zum Wurme macht, kann nachher nicht klagen, wenn er mit Füßen getreten wird.

    Immanuel Kant

  19. Wenn man nicht der Stärkere ist, muß man der Klügere sein.

    Emile Zola

  20. Bei schlechten Beamten helfen selbst die besten Gesetze nichts.

    Otto von Bismarck