gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 14

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Wer nicht hart genug ist, dem Leben seine Bedingungen aufzuprägen, der muss die Bedingungen hinnehmen, die es ihm bietet.

    George Eliot

  2. Die Zukunft hat viele Namen. Für die Schwachen ist sie das Unerreichbare. Für die Furchtsamen ist sie das Unbekannte. Für die Tapferen ist sie die Chance.

    Victor-Marie Hugo

  3. Eine Seele ohne Phantasie ist wie eine Sternwarte ohne Teleskop.

    Henry Ward Beecher

  4. Der Reichtum dient dem weisen Mann, den Dummkopf aber regiert er.

  5. Ein Fisch, so groß, dass er ein Schiff verschlingen kann, ist auf dem Trockenen nicht einmal den Ameisen gewachsen.

    Lü Bu We

  6. Mancher droht, der selber zittert.

  7. Jeder Mensch hat auch seine moralische backside, die er nicht ohne Not zeigt und die er solange wie möglich mit den Hosen des Anstandes zudeckt.

    Georg Christoph Lichtenberg

  8. Verzweiflung ist nicht nur der Gipfel unseres Unglücks, sondern auch unserer Schwäche

    Marquis de Vauvenargues

  9. Der Mensch war immer Mensch, voll Unvollkommenheit.

    Johan Peter Uz

  10. In einem wankenden Schiff fällt um, wer stillesteht, nicht wer sich bewegt.

    Ludwig Börne

  11. Misserfolg ist ein Gemütszustand.

    John Steinbeck

  12. Die Wahrheit ist, dass es eine gewisse Ernährungsform gibt, die die Menschen mehr auszehrt als die größte Enthaltsamkeit.

    Henry Fielding

  13. Sklavische Hingabe an die Launen des Schicksals ist eines denkenden Menschen unwürdig.

    Heinrich von Kleist

  14. Das Vergnügen verbraucht uns. Die Arbeit kräftigt uns. Wähle.

    Charles Baudelaire

  15. Es gibt keine Seele, die nicht ihr Wattenmeer hätte, in dem zu Zeiten der Ebbe jedermann spazieren gehen kann.

    Christian Morgenstern

  16. Das Unglück ist eine stehengebliebene Uhr, die am hellen Morgen plötzlich auf Mitternacht zeigt. Prüfen wir uns nur, ob wir es nicht selbst gewesen, die vergessen hatten, sie aufzuziehen.

    Ludwig Habicht

  17. Unfähigkeit zur Muße ist das Unvermögen in sich zu ruhen.

    Else Pannek

  18. Verglichen mit dem, was wir sein könnten, sind wir nur halb wach

    William James

  19. Fürchte nicht, daß der Körper, sondern, daß die Seele altert.

  20. Der Hass ist ein fruchtbares, der Neid ein steriles Laster.

    Marie von Ebner-Eschenbach