gratis-spruch.de Logogratis-spruch.de

Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 19

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Wer sich nicht wehrt, der wird nicht geehrt.

  2. Bist du allein, so gedenke deiner Schwächen, bist du in Gesellschaft, so sprich nicht von denen der anderen.

  3. Es ist nichts schwerer, als mit sich selbst Geduld haben - seine eigne Schwachheit zu tragen.

    Novalis

  4. Schmerz ist nur Schwäche, die den Körper verlässt.

    Abraham Lincoln

  5. Ein zerbrochener Mensch ist niemals ein Mensch, der in der Mitte steht. Er steht am Anfang oder am Ende.

    Rainer Haak

  6. Große, starke Seelen sind selten ärgerlich, desto mehr aber schwache und fast alle Weiber

    Karl Julius Weber

  7. Nichts ist so elend als ein Mann, der alles will und der nichts kann.

    Matthias Claudius

  8. Wer ein Grenzgänger ist, oft allein in extremen Situationen, erfährt genügend über sich. Ich habe die Abgründe meiner Seele erlebt, wie wenige andere.

    Reinhold Messner

  9. Der Undank ist immer eine Art Schwäche. Ich habe nie gesehen, dass tüchtige Menschen undankbar gewesen wären.

    Johann Wolfgang von Goethe

  10. Männer: eine an Liebe arme Gattung.

    Henry de Montherlant

  11. Es ist besser, zwei Jahre zu früh als ein Jahr zu spät zu sterben.

  12. Der gefährlichste Gegner der Kraft ist die Schwäche.

    Hugo von Hofmannsthal

  13. Geistige Fähigkeiten verkümmern wie Muskeln, wenn sie nicht geübt werden

    Wilhelm Liebknecht

  14. Wo es den Rednern an Tiefe fehlt, da gehen sie in die Breite.

    Charles-Louis de Montesquieu

  15. Wer essen will, ohne sich auf die Kochkunst zu verstehen, wird über die dargereichten Speisen kein sicheres Urteil fällen können.

    Platon

  16. Wer nicht ein kleines Leid zu ertragen versteht, muß sich darauf gefaßt machen, viele Leiden über sich ergehen zu lassen.

    Jean-Jacques Rousseau

  17. Das Leben ist eine Krankheit, die ganze Welt ein Lazarett, und der Tod ist unser Arzt.

    Christian Johann Heinrich Heine

  18. Ertrage alle körperlichen Beschwerden, ohne ihnen Ausdruck zu verleihen.

    Leo Tolstoi

  19. Keiner überschreitet die engen Grenzen der Menschheit: Alle haben ihre Gebrechen, bald im Kopfe, bald im Herzen.

    Baltasar Gracián y Morales

  20. Nimmer begreift der Gesunde die Krankheit, nimmer die Jugend, dass ihr reiches Gemüt je zu verarmen vermag.

    Franz Emanuel August Geibel