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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 5

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Geduld ist die Stütze der Schwäche, Ungeduld der Ruin der Stärke.

    Charles Caleb Colton

  2. Sei deiner Welt soviel du kannst ein Engel. So wird sie dir trotz dem Gefühl der Mängel soviel sie kann dafür ein Himmel sein.

    Christoph A. Tiedge

  3. Mancher ertrinkt lieber, als dass er um Hilfe ruft.

    Wilhelm Busch

  4. Die geistige Unterwerfung beginnt mit der Übernahme der Fragestellung

    Friedrich Georg Jünger

  5. Der schlimmste Fehler der Menschen ist ihr Mangel an Einfühlungsvermögen. Darum vermag sich auch so selten einer den richtigen Begriff von seines Nächsten Leiden zu machen

    Joseph Addison

  6. Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzten, bis er genügend Geld ausgegeben hat.

    Ambrose Bierce

  7. In dem Augenblick, in dem die Liebe ihr Alles gibt, macht sie zugleich bankrott.

    Christian Friedrich Hebbel

  8. Das Vorurteil ist das Kind der Unwissenheit.

    William Hazlitt

  9. Schwärmerei steckt wie der Schnupfen an: Man fühlt, ich weiß nicht was, und eh' man sich erwehren kann, ist unser Kopf des Herzens nicht mehr mächtig.

    Christoph Martin Wieland

  10. Mit Neid bedecken viele ihre Blöße

    Richard von Schaukal

  11. Die Klage über die Stärke des Wettbewerbs ist in Wirklichkeit meist nur eine Klage über den Mangel an Einfällen.

    Walter Rathenau

  12. Die Raucher vernebeln nicht nur die Luft, sondern meist auch ihren Geist, und so kann man leichter mit ihnen fertig werden.

    Konrad Adenauer

  13. Sich selbst etwas versprechen und es nicht halten ist der nächste Weg zur Nullität und Charakterlosigkeit

    Christian Friedrich Hebbel

  14. Extreme Idealisten sind immer Feiglinge. Sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.

    Jakob Bosshart

  15. Gewohnheit ist oft ein Mangel an Überlegung und Erkenntnis.

    Else Pannek

  16. Macht an sich ist kein Segen, außer sie wird benutzt, um Unschuldige zu schützen.

    Jonathan Swift

  17. Das Alter hat auch gesundheitliche Vorteile. Zum Beispiel verschüttet man ziemlich viel Alkohol, den man sonst getrunken hätte.

    André Gide

  18. Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen lässt.

    Wilhelm von Humboldt

  19. Unglückliches Geschick der Menschen! Kaum ist der Geist zu seiner Reife gelangt, beginnt der Körper dahinzuwelken.

    Charles-Louis de Montesquieu

  20. Das größte Übel bei den Menschen ist ihre Unersättlichkeit.

    Menander