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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 7

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Das Volk ist derjenige Teil des Staates, der nicht weiß, was er will.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  2. Es gibt eigentlich gar keinen Genuss anders als im Gebrauch und Gefühl der eigenen Kräfte, und der größte Schmerz ist wahrgenommener Mangel an Kräften, wo man ihrer bedarf.

    Arthur Schopenhauer

  3. Alle Menschen, ausgenommen die Damen, spricht der Weise, "sind mangelhaft".

    Wilhelm Busch

  4. Der Überfluß pflegt auch den allerweisesten Verstand zu blenden

    Friedrich der Große

  5. Die Wissenschaft, richtig verstanden, heilt den Menschen von seinem Stolz, denn sie zeigt ihm seine Grenzen

    Albert Schweitzer

  6. Es steht schlimm um einen Menschen, an dem man nicht einen einzigen sympathischen Fehler entdecken kann

    Benjamin Disraeli

  7. Eine Mücke kann dem Löwen mehr zu schaffen machen, als ein Löwe der Mücke

    Selma Lagerlöf

  8. Beim Ratgeben sind wir alle weise, aber blind bei eigenen Fehlern.

    Euripides

  9. Auch der beste Gaul stolpert einmal

  10. Wenn die Gemeinheit Genie hat und der Anstand Talent, ist der Anstand verloren.

    Emil Gött

  11. Eine große Lehre, die man oft geben kann, ist das Geständnis der eigenen Unzulänglichkeiten.

    Denis Diderot

  12. Schlauheit ist die Kunst, eigene Fehler zu verbergen und die Schwächen anderer bloßzulegen.

    William Hazlitt

  13. Hoffnungslosigkeit ist ein echter Grund für Misserfolg

    Dalai Lama

  14. Wir mögen keinem gerne gönnen, dass er was kann, was wir nicht können

    Wilhelm Busch

  15. Die Gerechtigkeit wächst nicht auf einem mit Lastern gedüngten Boden.

    Romain Rolland

  16. Die Statistik ist die erste der ungenauen Wissenschaften.

    Jules de Goncourt

  17. Suche nicht das Abenteuer, aber gehe ihm nicht aus dem Weg.

  18. Gerechtigkeit ist der Strohhalm des Wehrlosen; Rache des Verletzten.

    Else Pannek

  19. Die meisten Menschen können nicht messen, weder auf dem Gebiet der Kunst, noch der Menschenkenntnis, und darum die mittleren von den höchsten Werten nicht unterscheiden.

    August Pauly

  20. Je weniger man zustande bringt, desto kürzer scheint das Leben.

    Wilhelm von Humboldt