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Sprüche über Schwäche

733 Sprüche — Seite 7

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Der schlimmste Fehler der Menschen ist ihr Mangel an Einfühlungsvermögen. Darum vermag sich auch so selten einer den richtigen Begriff von seines Nächsten Leiden zu machen

    Joseph Addison

  2. Extreme Idealisten sind immer Feiglinge. Sie nehmen vor der Wirklichkeit Reißaus.

    Jakob Bosshart

  3. Je zahlreicher also die Beamten sind, desto schwächer ist die Regierung.

    Jean-Jacques Rousseau

  4. Das Alter hat auch gesundheitliche Vorteile. Zum Beispiel verschüttet man ziemlich viel Alkohol, den man sonst getrunken hätte.

    André Gide

  5. Die Bürokratie ist ein gigantischer Mechanismus, der von Zwergen bedient wird.

    Honoré de Balzac

  6. Unglückliches Geschick der Menschen! Kaum ist der Geist zu seiner Reife gelangt, beginnt der Körper dahinzuwelken.

    Charles-Louis de Montesquieu

  7. Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen lässt.

    Wilhelm von Humboldt

  8. Die Raucher vernebeln nicht nur die Luft, sondern meist auch ihren Geist, und so kann man leichter mit ihnen fertig werden.

    Konrad Adenauer

  9. Werbung ist der Versuch, das Denkvermögen des Menschen so lange außer Takt zu setzten, bis er genügend Geld ausgegeben hat.

    Ambrose Bierce

  10. Sich selbst etwas versprechen und es nicht halten ist der nächste Weg zur Nullität und Charakterlosigkeit

    Christian Friedrich Hebbel

  11. Sei deiner Welt soviel du kannst ein Engel. So wird sie dir trotz dem Gefühl der Mängel soviel sie kann dafür ein Himmel sein.

    Christoph A. Tiedge

  12. Es ist kein Fisch ohne Gräten und kein Mensch ohne Mängel.

    Julius Wilhelm Zincgref

  13. Was soll mir das Lob von Menschen, welche nicht tadeln können?

    Annette von Droste-Hülshoff

  14. Wer den kleinsten Teil seines Geheimnisses hingibt, hat den anderen nicht mehr in der Gewalt.

    Jean Paul

  15. Zärtlichkeit und Güte sind keine Zeichen von Schwäche und Verzweiflung, sondern Ausdruck von Stärke und Entschlossenheit.

    Khalil Gibran

  16. Wer sich seiner Vorfahren rühmt, ist wie eine Kartoffel: sein besterTeil liegt unter der Erde.

  17. Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.

    Johann Wolfgang von Goethe

  18. Ein alter und erfahrener Lotse verliert sein Schiff durch zu große Selbstsicherheit. Ein junger Lotse verliert es aus Unkenntnis und Mangel an Erfahrung.

    Daniel Defoe

  19. Mann muss die Menschen entweder mit Freundlichkeit behandeln oder unschädlich machen; denn wegen geringfügiger Kränkungen nehmen sie Rache, wegen schwerer Schädigung können sie es nicht.

    Nicolaus Machiavelli

  20. Das einzig Konsequente an mir ist meine ewige Inkonsequenz.

    Oscar Wilde