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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 6

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Macht an sich ist kein Segen, außer sie wird benutzt, um Unschuldige zu schützen.

    Jonathan Swift

  2. Das Alter hat auch gesundheitliche Vorteile. Zum Beispiel verschüttet man ziemlich viel Alkohol, den man sonst getrunken hätte.

    André Gide

  3. Stimmungen entstehen oft aus Ursachen, über welche der Mensch nur wenig Gewalt hat, aber sie nehmen zu und werden der inneren Gemütsruhe immer verderblicher, wenn man sich in ihnen gehen lässt.

    Wilhelm von Humboldt

  4. Gewohnheit ist oft ein Mangel an Überlegung und Erkenntnis.

    Else Pannek

  5. Das größte Übel bei den Menschen ist ihre Unersättlichkeit.

    Menander

  6. Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos

    Sigmund Freud

  7. Zärtlichkeit und Güte sind keine Zeichen von Schwäche und Verzweiflung, sondern Ausdruck von Stärke und Entschlossenheit.

    Khalil Gibran

  8. Wer sich seiner Vorfahren rühmt, ist wie eine Kartoffel: sein besterTeil liegt unter der Erde.

  9. Ein alter und erfahrener Lotse verliert sein Schiff durch zu große Selbstsicherheit. Ein junger Lotse verliert es aus Unkenntnis und Mangel an Erfahrung.

    Daniel Defoe

  10. Wer das erste Knopfloch verfehlt, kommt mit dem Zuknöpfen nicht zu Rande.

    Johann Wolfgang von Goethe

  11. Das einzig Konsequente an mir ist meine ewige Inkonsequenz.

    Oscar Wilde

  12. Einen Unscheinbaren glaubt man keine Kraft.

    Stefan Zweig

  13. Der edle Mensch hilft seinen Mitmenschen, das Gute in ihnen zur Reife zu bringen, nicht aber das Schlechte. Der niedrig Gesinnte tut das Gegenteil.

    Konfuzius

  14. Den Willigen führt das Schicksal, den Unwilligen reißt es hinfort.

    Seneca

  15. Unsere Mängel sind unsere besten Lehrer. Aber gegen die besten Lehrer ist man immer undankbar

    Friedrich Nietzsche

  16. Unsere Zeit krankt daran, dass es zu wenige Menschen gibt und zuviele Leute.

    José Ortega y Gasset

  17. Schändlich ist es, wenn deine Seele ermüdet, bevor der Leib müde ist

    Mark Aurel

  18. Es gibt eigentlich gar keinen Genuss anders als im Gebrauch und Gefühl der eigenen Kräfte, und der größte Schmerz ist wahrgenommener Mangel an Kräften, wo man ihrer bedarf.

    Arthur Schopenhauer

  19. Das Volk ist derjenige Teil des Staates, der nicht weiß, was er will.

    Georg Friedrich Wilhelm Hegel

  20. Wer sich Großes zutraut, ohne das Zeug dazu zu haben, ist eingebildet.

    Aristoteles