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Sprüche über Schwäche

700 Sprüche — Seite 9

Was im ersten Blick nach Mangel aussieht, gehört oft auf tiefere Weise zum Menschlichen dazu. Schwäche macht verletzlich, begrenzt den Anspruch an sich selbst und zwingt dazu, ohne Maske auf die eigenen Grenzen zu sehen. Gerade deshalb ist dieses Thema nicht nur unerquicklich, sondern oft der Anfang von Einsicht und Milde.

In ihr zeigt sich, ob Demut entsteht oder Bitterkeit, ob Rückzug folgt oder Reifung. Die Sprüche zu diesem Thema machen deutlich, dass Schwäche nicht bloß das Gegenteil von Stärke ist, sondern auch jene Erfahrung, aus der Verständnis, Geduld und echte innere Festigkeit erwachsen können.

  1. Menschen, die der Versuchung widerstehen, verschieben nur ihre Kapitulation auf morgen.

    Charles de Talleyrand

  2. Der erste Seufzer der Liebe ist der letzte der Zurechnungsfähigkeit.

    Antoine Bret

  3. Mit dem Alter nimmt Urteilskraft zu und Genie ab.

    Immanuel Kant

  4. Taktlosigkeit ist der lästigste und widerwärtigste der menschlichen Fehler, denn du kannst dich nicht gegen sie verteidigen, nicht einmal durch Grobheit.

    Anselm Feuerbach

  5. Jeder ist ein Trottel, nur auf jeweils auf einem anderen Gebiet.

    William Penn Adair Rogers

  6. So wie ein Hund unfähig ist, sich einen Wurstvorrat anzulegen, so sind Sozialdemokraten unfähig, Geldvorräte anzulegen.

    Franz Josef Strauß

  7. Keine Regierung und keine Bataillone vermögen Recht und Freiheit zu schützen, wo der Bürger nicht imstande ist, selber vor die Haustüre zu treten und nachzusehen, was es gibt

    Gottfried Keller

  8. Wie rührend: wenn jemand über die Gemeinheit der Welt klagt, weil die seinige nicht erfolgreich genug ist!

    Otto Weiss

  9. Die Selbstüberschätzung tötet den Erfolg im Keim.

    Otto von Bismarck

  10. Am Tag ist die Eule blind, bei Nacht die Krähe. Wen aber die Liebe verblendet, der ist blind bei Tag und Nacht.

  11. Schlechte Bücher taugen auch guten zu der Gegenprobe: Finst'res macht, dass jedermann desto mehr das Lichte lobe.

    Friedrich von Logau

  12. Die Krankheit ist ein Hindernis für den Körper, nicht für den Willen, sofern dieser es nicht selbst so will.

    Epiktet

  13. Niederlagen stählen, aber eben nur, wenn es nicht zu viele werden.

    Willy Brandt

  14. Mancher geht los wie ein Donner und fällt wie Staub auf die Erde.

  15. Der Mangel an Urteilskraft ist eigentlich das, was man Dummheit nennt,und einem solochen Gebrechen ist leider gar nicht abzuhelfen.

    Immanuel Kant

  16. Seine kleinsten Vorzüge kann man nicht schnell genug entdecken, mit seinen Gebrechen hat man es nicht so eilig

    Jean de la Bruyère

  17. Zwei Schwächen, die sich gegeneinander lehnen, machen eine Stärke.

    Leonardo da Vinci

  18. Die Herren dieser Art blend't oft zu viel Licht, sie seh'n den Wald vor lauter Bäumen nicht.

    Christoph Martin Wieland

  19. Der Mensch ist nur ein Schilfrohr, das schwächste in der Natur. Aber ein Schilfrohr, das denkt.

    Blaise Pascal

  20. Es ist besser in Ehren zu versagen, als durch Betrug erfolgreich zu sein.

    Sophokles